Wenn man mit einem Drama eine bekannte Geschichte erzählt,ist die Verpackung besonders wichtig und diese ist Irwin Winkler wirklich gut gelungen.
Story:
George(Kevin Kline) hat bislang nicht allzu viel Glück im Leben gehabt.Er lebt von seiner Frau Robin seit 10 Jahren getrennt,ihr gemeinsamer Sohn Sam ist ein ziemliches Problemkind inmitten der Pubertät.Dann verliert er seinen Job als Architekt und als Krönung erhält er auch noch die Diagnose,dass er unheilbar an Krebs erkrankt ist.
Doch George lässt sich nicht unterkriegen.So beschließt er,die ihm verbleibende Zeit zu nutzen und sich ein Traumhaus am Meer zu bauen – gemeinsam mit seinem Sohn Sam,der noch nichts vom Gesundheitszustand seines Vaters weiß…
Sehr einfühlsam widmet sich Regisseur Winkler der Vater-Sohn-Beziehung,lässt sich viel Zeit mit der Vorstellung der Figuren,so dass es dem Zuschauer leicht gemacht wird,Emotionen hautnah mitzuerleben.
Mitunter verfällt man zwar einigen Klischees(Sohn kapselt sich von der Welt ab und entwickelt sich zum typischen Gothicfreak inklusive Marilyn Manson-Poster im Zimmer),doch Dank überzeugender Darsteller fällt das nicht wirklich negativ auf.Kevin Kline meistert seine Hauptrolle mit Bravour und glücklicherweise kann die deutsche Synchro mit Arne Elsholz den positiven Eindruck noch verstärken.
Die wunderschöne Kulisse am Meer(inklusive Sonnenuntergang)wurde gekonnt eingefangen und fügt sich in das Gesamtbild der leicht romantisierenden Erzählweise ein,die von einem subtilen Score von Routinier Marc Isham bestens untermalt wird.
Trotz aller Tragik wird die Geschichte durch kleine humorige Passagen immer wieder aufgelockert,so dass nicht andauernd zum Taschentuch gegriffen werden muß.
Leider hält die Ausgewogenheit nicht bis zum Ende durch,da hier etwas dick aufgetragen wird und etwas von dem positiven Gesamteindruck flöten geht.
Sicher eher ein Frauenfilm(oder einer für Frauenversteher…),aber zwischen explodierenden Autos und angreifenden Zombies ist so ein Film sehr wohltuend.
8 von 10 Punkten