Review

Als ich diesen Film zum ersten Mal gesehen habe, wurde mir klar wie interessant man doch ein Leben darstellen kann. In dramatisch-biographisher Weise versteht es der Regisseur die Höhen und Tiefen der Hauptdarstellerin aufzuzeigen. Unbeschwert in ihrer Teenagerzeit(der Film übermittelt eine schöne 60-er Jahre Stimmung) Zwangs-verliebt(Gruppendruck) sie sich in einen liebevollen Trottel der ihr das gesamte Leben schwer machen sollte. Ein Kind, welches in die noch frische Zweisamkeit tritt, macht die Sache nicht leichter. Die Eltern, der noch sehr jungen Mutter sind erst geschockt, verstehen es aber im Laufe des Films immer mehr, wieder zu ihrer Tochter zu finden. Auch den kleinen schließen sie in ihr Herz. Da ihre beste Freundin, an ihrer Hochzeit verkündet ebenfalls schwanger zu sein, fällt ihr die Gesamtsituation ein bisschen leichter. In den nächsten Jahren sollte sie mit ihrer Freundin durch dick und dünn gehen. Genauso wie die Kinder der beiden. Zwischen diesen entsteht nämlich eine Romanze. Tägliches Zusammensein und Miterleben der Probleme der Eltern, führt dazu, dass die beiden eine unheimliche Nähe zueinander aufbauen, und diese in einer Liebe endet. Die besagten beiden Kinder schweißen die zwei
Mütter immer mehr zusammen. Beverly wird aufgrund der Süchte ihres Mannes(Alkohol, Drogen) allerdings immer trauriger und ratloser. Sie fordert ihn schließlich auf die Familie zu verlassen. Der Kleine kann diese Entscheidung natürlich nicht verstehen, da er zwar einen liebevollen Bezug zu dem Vater hatte, dieser aber nie Verantwortung für ihn übernahm. Ihre beste Freundin trifft die gleiche Entscheidung, sodass die beiden wieder am selben Punkt angelangt waren, wie am Anfang(nur mit Kind). Der gesamte Film wird an einigen Stellen durch Szenen einer Autofahrt unterbrochen. man weiß lange Zeit nie genau das Ziel, das Beverly mit ihrem Sohn (Die Autofahrt findet ca. 15 Jahre nach den Vorfällen statt) ansteuert, bis sie an ein Haus gelangen. Dort lebt der Ex von Beverly. Versifft, heruntergekommen und ziellos präsentiert er sich den beiden. Der Grund des Besuchs: Beverly benötigt die Unterschrift von Ray. Und zwar für ihre Biographie, die sie veröffentlichen möchte. Da die neue von Ray dagegen ist(sie möchte Geld für das Signum), resigniert Beverly, und verlässt das Haus. Ray, aber gibt die Unterschrift heimlich seinem Sohn, als die Frau von Ray nicht hinsieht. Somit erfüllt sich ihr Traum doch noch, nämlich die Veröffentlichung des Buchs. Ein Meisterwerk, das ein Leben beschreibt , das voller Dramen, und Zielen steckt. Dieser Film zeigt die bisher wohl anspruchsvollste Leistung von Drew Barrymore.
Die Höhen und Tiefen, die dieses Drama mit sich bringt, lässt den Zuseher immer wieder hoffen und bangen, dass sich Beve endlich fängt. Man will sie geradezu auffordern, sich endlich vom alkoholabhängigen Ehemann zu trennen, da dieser ein Nichtsnutz ist und mit seinen Freunden mehr Zeit verbringt, als mit der Familie. Unterhaltsam aber auch sachlich macht der Regisseur klar, wie schwer es früher war mit einem Kind in jungen Jahren nicht ins soziale Abseits zu rutschen. Man merkt wie sehr die Teenagermutter mit der ganzen Situation kämpfen muss und letztendlich doch Unterstützung von ihren Eltern kriegt. Die entstandene innere Kraft trägt sich durchs gesamte Leben. Die Biographie ermöglicht es ihr schlussendlich, mit den erlebten Sachen besser zurechtzukommen und diese weitestgehend zu verarbeiten.

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