Starker will-haben-Faktor, und eindeutiger 2 x gucken-Faktor. Alles geht so schnell, es passieren oft im Hintergrund mehrere Sachen gleichzeitig, dass man sich das auf jeden Fall nochmal angucken möchte. Zumindest mit dem Kommentar des Regisseurs, der in diesem Fall sehr ergreifend ist. (Oder natürlich auf Blu-Ray, beim Kumpel auf seinem 42'' FullHD, was sich bei Animationsfilmen immer lohnt, weil sie keinerlei ungewollte Unschärfen aufweisen.)
Wall-E hat einfach diesen Niedlich-Faktor, wie der Companion Cube aus Portal. Anders als noch in Toy Story sind die graphischen Details umwerfend! Viel Handlung in kurzer Zeit, viel Gefühl, bittere Satire, herzhaftes Lachen (über sich selbst), zauberhafte Story, positive Grundstimmung, Spannung, Action, und Humor. Die Roboter sind allzu menschlich, üben Zwietracht, verlieben sich oder drehen durch, während die Menschen sich wie Roboter verhalten, immer das gleiche sagen und nichts machen außer essen und schlafen. Könnten wir doch immer so lebensfroh und aufmerksam über die Erde wandeln, wie es in dieser Geschichte vorgemacht wird.
Ja, jetzt ist es passiert, nach 31 Jahren wurden die Droiden aus der Star-Wars-Trilogie als süßeste Roboter der Filmgeschichte abgelöst. Die Stimme von Wall-E und die Roboter-Sounds stammen denn auch von Ben Burtt, der die Sounds von R2-D2 und 3-CPO in allen Star Wars-Teilen (und auch die Sounds in allen Indiana Jones-Filmen) fabriziert hat.
Erwähnenswert: EVE wurde von dem Mann mit-designed, der auch für das Design des iPod verantwortlich war (Apple's Senior Vice President of Industrial Design Jonnathan Ive). Kein Wunder, es gab immer eine enge Verbindung zwischen Apple und Pixar, Steve Jobs war bis 2005 CEO von Pixar. Der Regisseur Andrew Stanton war bisher an praktisch allen Pixar-Filmen maßgeblich beteiligt, man kann seine Routine und Kunstfertigkeit nur bewundern. Die Stimme der Ansagerin auf dem Schiff (auf englisch) ist ironischerweise von Sigourney Weaver.