Review

Hier kommt es mal wieder: Das blöde Stück Scheiße, das einen Film, der bis jetzt im April 2012  tausend Bewertungen im Schnitt 7,9 Punkte einheimste, den Film zu nichte macht.

Ich wusste nicht viel über den Film, nur eben, dass nicht viel gesprochen wird. Wahrscheinlich hab ich mir deswegen diesen Film aufgehoben für einen Krankenschein 2012 , bei dem ich nichts besseres zu tun habe, als meinen Zivi zu bitten, meine Windeln nach jedem dritten Film zu wechseln, bevor die gelben und braunen Kackblumen anfangen Blumenkohl zu züchten.

Dabei muss ich sagen, dass gerade der "Stummfilm-Part" mich noch am meisten überzeugte. Die Story ist so anno 2700 nach Christus angesiedelt, die Welt total im Arsch und einzig und allein Wall-E, der Roboter sorgt noch für ein wenig Recycling auf der Erde. Alles, was diese Blechbüchse für sich als wichtig empfindet, sammelt er in seinem Container, bis ein anderer "außerirdischer" Terminator-Roboter kommt, und andere Ziele verfolgt: Der Beweis nach Pflanzen auf der Erde. Wall-E, der sich in diesen Roboter namens Eve verliebt, folgt ihr zu dem Raumschiff weit entfernt in der Galaxie, in dem sich die Herrenrasse, die Menschen befindet. Ja, und weiter will ich gar nicht auf diese Kacke eingehen...

Obwohl sich der Anfang als schwer empfänglich rausstellt, gerade weil man auf die Gestik und die Mimik der beiden Roboter angewiesen ist (okay, eine Kakerlake gibt es auch noch) und sich das alles so anfühlt, als würden Renate Künast und Joschka Fischer den Film sponsoren, stellt sich gerade dieser Part noch als bester heraus, von den ganzen Segmenten, die man danach über sich ergehen lassen muss. Denn getreu nach Pixar: Schriller, lauter und bunter geht es immer! kommt dann leider der restliche Film rüber, der uns zeigt, was die übrig gebliebene  Menschheit noch zu bieten hat.
Entweder hab ich den falschen Tag erwischt diesen Film zu schauen, die falschen Erwartungshaltungen gehabt oder einfach nicht die Message verstanden, die dieser Film uns rüberbringen will. Auf jeden Fall haben sich die beiden Schlussdrittel angefühlt wie ein Lollipop aus gemischten Süßwaren mit LSD kombiniert. Mich hat es nicht erreicht - eher im Gegenteil: Es hat mich total angewidert diese Gülle bis zum Schluss hin zu verfolgen.

Ich kann mich noch gut erinnern, als man dem Film "Cars" das Attribut anhängen wollte, wie man sich mit Autos identifizieren kann - weiß der Geier, wer das geschrieben hat, aber ich konnte das sehr gut. Auch wenn es Autos waren - man versuchte bestmöglich irgendwie die menschlichen Emotionen rauszuquetschen. Nur was soll ich dann zu diesem Quatsch sagen? Mit wem soll ich mich da identifizieren? Mit Wall-E, der ja so geil ist und sich bei Gefahr in einen Würfel verwandeln kann, oder dann doch eher mit den Menschen, die vor Fettleibigkeit nicht mehr selber in der Lage sind, sich den Arsch abzuwischen? Naja, Pixar ist eben für mich ein Auf und Ab. Dieser Film war mal wieder ein totaler Fehltritt, auch wenn das 90% der User anders sehen.

Ich will nicht bunter, schräger, schriller, sondern Personen, Roboter oder Blümchen, die sich durch eine nicht so skurile Story bewegen und menschliche Züge an sich haben. Als Fazit kommt der zweite Hammer, der mir den nächsten Einlauf für "User des Tages" verpassen wird: Da fand ich noch "Rango" den Stricher besser. Der Film war auch Kacke hoch Zehn. Hatte aber wenigstens noch einen Hauch von Erwachsenenen-Django zu bieten.

Wall-E räumt auf, nein danke. Zieh den Akku raus und halt die Schnauze.
3/10

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