Wenn denn Christopher Walken so gut angekommen ist, warum setzen wir ihn nicht einfach noch einmal in der gleichen Rolle ein. Zwar erstteilig zur Hölle gefahren, schickt ihn Luzifer hier zu Beginn gleich zurück, weil er zu viel Stunk in der heißen Bude gemacht hat. Ergo macht er sich (weil der Engelskonflikt ja noch schwelt) auf die Suche nach der Dame, die gerade von einem geflügelten Boten heiß geschwängert wurde und nun den schlachtentscheidenden Nefilim gebären soll.
An sich kein schlechtes Fortsetzungsschemata, wenn der Film nicht ununterbrochen den Plot des ersten Teils widerkäuen würde. Alles ist wieder mit dabei, ein altes Buch, die üblichen organlosen Leichen, ein paar Kloppkämpfe, Prophezeiungen, die Jagd und Walken kascht sich sogar wieder Selbstmörder. Das ist über die volle Laufzeit dermaßen öde, daß man nur hofft, es würde bald vorbei gehen.
Ein gewichtiges Problem sicherlich das noch knappere Budget, daß fast überhaupt keine außergewöhnlichen Effekte erlaubte. Walken tappt etwas unbeholfen durch die Gegend, zeigt sich von Technik überfordert und kann es diesmal nicht vollständig reißen.
Das liegt aber auch an der Abwesenheit eines brauchbaren männlichen Widerparts. Da gibt es nur den Engel Daniel und den arrogant-öde abzustempeln, ist leicht. Als Schwangere (der man den angeblich sofort eintretenden 4-6.Monat nie ansieht!) kann Jennifer Beals nämlich keine der enstehenden personellen Lücken füllen, da hilft auch kein "Flashdance".
Nicht einmal der Auftritt von Eric Roberts als Michael bringt den Film am Ende weiter, der sich auf einen abgedroschenen Zweikampf in einer alten Fabrik beschränkt. Optisch arm und einfallslos bleibt vieles offen bis zum unvermeidlichen 3.Teil, sogar Walken können wir irgendwie wieder einsetzen, wenn nötig.
Das sollte er sich allerdings schwer überlegen, denn es bedarf schon eines Wunders, diese unterproduzierte gute Idee, zu einer vernünftigen und angemessenen Fortsetzung zu bringen. Brauchen tut diesen Film jedoch keiner. (3/10)