Auf Video ein Hit, also wird Teil 2 nachgeschoben. Innovativ ist die Idee nicht, aber immerhin ein probates Mittel um das Thema weiter zu melken. Also schickt man Christopher Walken wieder auf die Erde zurück, um den Konflikt erneut zu seinen Gunsten zu lösen. Die Hölle spukt ihn wieder aus, so dass er erneut auf Erden wandeln darf.
Groß variiert wird die Story nicht, diesmal wird Valerie Rosales (Jennifer Beals) vom Engel Danyael (Russell Wong) geschwängert, was als Endergebnis den Nefilim hervorbringen soll. Dieser soll nun die Schlacht zu Gottes Gunsten entscheiden, was Gabriel (Walken) natürlich verhindern will. Grundsätzlich wird in Folge nur der Plot des Originals recycelt - mit 80 Minuten Spielzeit, allerdings wesentlich linearer inszeniert.
Die Optik ist dabei schön düster gehalten, die Atmosphäre stimmt und Walken präsentiert sich als Erzengel herrlich fies, direkt und ehrlich wie eh und je. Wieder gibt es die üblichen Kloppereien, herausgerissene Organe und hüllenlose Körper. Alles nur durchschnittliche Kost, die auf ordentlichen Direct-to-dvd-Niveau angesiedelt ist. Die Verbindung zum ersten Teil wird von einem Polizisten nur marginal angerissen, so das man sich diese Komponente schon fast schenken hätte können.
Was den Film nun über Wasser hält sind die Aktionen Gabriels, der nicht nur sarkastisch, oft schon fast genervt reagiert, sondern auch Brittany Murphy als Suizidgefährdete engagiert hat, um ihn bei weltlichen Probleme wie Auto fahren und der Bedienung von Computern zu unterstützen. Auch in Sachen Pistole und Funkgerät soll Nachhilfe erforderlich sein.
Leider verkommt Eric Roberts hier vom einstigen Widersacher zum Statisten, der am Ende ein paar hohle religiöse Phrasen von sich geben darf. Russell Wong taugt als Hauptgegner recht wenig, soll dies am Ende auch zu spüren bekommen, während Jennifer Beals als hilfloses Opferlamm geradewegs ins Abseits rutscht und sich ihrer Rolle wohl nie so recht bewusst war.
Fazit:
So bleibt eine passable Fortsetzung, die hübsch düster und straight inszeniert worden ist, aber effektiv nur die alte Geschichte wieder aufkocht. Christopher Walken ist wieder herrlich dämonisch und neigt zur Selbstparodie, während die restlichen Mimen, abgesehen von Eric Roberts, schwach ausfallen. So bleibt die Action auch recht unspektakulär und enttäuscht im Finale, was die Franchisefans jedoch nicht weiter stören dürfte. Routine in allen Belangen.