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Ich werde wohl in der Minderheit sein, wenn ich jetzt sage, dass ich das US-Remake von „Pulse“ für einen genialen Horrorfilm halte, welcher mit beklemmender Atmosphäre und düsteren Bildern für einen perfektes, spannendes Filmvergnügen gesorgt hat. Dementsprechend stand ich dem Direct-to-DVD Sequel mit großen Erwartungen entgegen.

Story: Der Virus verbreitet sich unaufhaltsam und immer noch bringen sich die Menschen selber um. Die einzige Zuflucht bilden Flüchtlingslager, ohne Anbindung an die Telefon- oder Internetnetze. Einer dieser Flüchtlinge ist Stephen, welcher versucht mit seiner kleinen Tochter Justine in eines dieser Lager zu kommen um vor den Geistern sicher zu sein. Kein leichter Unterfangen wie die beiden feststellen müssen. Denn der Virus lauert überall und auch in Form geliebter Personen.

Nach allerlei Enttäuschungen im Horrorbereich in den letzten Monaten ist „Pulse 2: Afterlife“ endlich mal wieder ein überaus gelungener Film geworden, welcher meine Erwartungen vollends erfüllen konnte. Hochwertig produziert führt der Film die Geschichte um den Virus gekonnt weiter und erweitert ihn noch um einige interessante Facetten, wie zum Beispiel das bestimmte Geister in den Mittelpunkt gerückt werden. Eine Tatsache mit der ich vorher nicht gerechnet hatte.

Die Spezialeffekte sind sehr gut geworden, auch wenn man hin und wieder den Eindruck gewinnt, dass man den kompletten Film vor einer Green-Screen gedreht hat. „Pulse 2“ punktet mit freakigen Szenen, ist schön creepy und hat im Gegensatz zum Erstling sogar ein paar etwas härtere Szenen zu bieten. Da werden schon mal die Innereien einer toten Katze verspeist oder ein Messer in Nahaufnahme in ein Auge gestochen. Eine Goregrante sollte man dennoch nicht erwarten. Denn der Film setzt mehr auf Grusel, als auf harten Splatter. Darum kann man die kurzen Gewaltausbrüche auch an einer Hand abzählen.

Schade ist lediglich, dass man nicht die düsteren Bilder von „Pulse“ auf das Sequel übertragen hat und auch auf den Einsatz des Farbfilters verzichtet hat. Trotzdem schafft der Film sich seine eigene, bedrohliche Endzeitstimmung und unterhält über die komplette Spielzeit perfekt. Dazu trägt auch die Schauspielriege bei, welcher bis auf ein paar kleine Ausnahmen durchaus gut spielt.

„Pulse 2: Afterlife“ ist Videothekenware wie sie immer sein sollte: Düster, spannend und atmosphärisch dicht. Angereichert mit gute platzieren Schockeffekten, ein paar ekligen Szenen, nackter Haut und guten Schauspielern. Ein Lichtblick im Horroreinerlei, welcher seit Monaten den Heimkinomarkt überflutet. Danke Dimension Extreme.

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