Andere Länder haben auch schöne Mumien. Also bescherte man dem Publikum sieben Jahre nach „The Mummy Returns“ (2001) eine weitere, dieses Mal von Rob Cohen inszenierte Fortsetzung der Reihe. Die Freude hält sich in Grenzen, denn „Tomb of the Dragon Emperor“ kopiert einerseits schamlos die Formel der Vorgänger und setzt diese mit seinen Neuerungen dazu noch in den Sand. Zwar liefert das in Asien angesiedelte Szenario eine gewisse Abwechslung, bleibt aber dennoch merkwürdig eintönig in seiner Krawalligkeit und bietet auch optisch wenig Reiz.
Der Schnitt verhindert manches Gefühl für Räumlichkeit und auch die Kamera ist zu oft zu dicht am Geschehen, sodass Übersicht und Weite auf der Strecke bleiben. Da geht gerade in den Actionszenen was verloren. Diese sind zwar zahlreich und laut, lassen aber Wucht vermissen. Mediokres CGI-Gedöns besorgt den Rest.
Immerhin ist Brendan Fraser wieder am Start, das rettet den Streifen aber nicht. Nichts gegen Maria Bello, aber in dieser Rolle als Evelyn ist sie kein Ersatz für Rachel Weisz. Luke Ford ist als Sohn Alex ein Totalausfall, auch die Rolle selbst funktioniert hier nicht und bleibt eher störend. Wie auch das damit einhergehende Familienpalaver. Michelle Yeoh und Jet Li bekommen nicht wirklich was zu tun und am Ende gibt es Gekloppe aus dem Computer von Braun gegen Braun auf Braun. Der Humor ist bemüht und wenn der Yeti ein Field Goal tritt bevor die Lawine aus Hüttenkäse kommt, dann spüre ich schon lange nicht mehr den Charme des Erstlings.
„They never play fair.“
Ohne den einstigen Charme der Reihe. Mit unspannenden Figuren und ebensolchem Krach ausgestattete Fortsetzung.