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Nach langer Zeit wieder mal ein Horrorfilm von Stuart „Re-Animator“ Gordon. Ferner muss man aber sagen, dass die fetten Jahre des Splattergenre nun aber endgültig vorbei sind.

Das Pärchen Paul und Barbara schippert mit einem Boot herum und zu mindestens Barbara versucht, den Urlaub zu genießen. Ihr Freund Paul hat noch die Arbeit im Kopf, ferner Alpträume von einer unbekannten Frau. Mit an Board sind noch der Bootsbesitzer Howard und seine Frau Vicki. Kurz vor einem kleinen Küstenort zieht plötzlich ein Gewitter auf. Dabei wird Vicki verletzt, das Boot ist außerdem beschädigt. Deshalb machen sich Paul und Barbara auf zu diesem Dorf, um Hilfe zu holen, da das Boot auch im Inbegriff ist, abzusaufen.
Das Dorf scheint verlassen, doch Treffen sie hier auf einen Pfarrer, der ihnen helfen will. Barbara bleibt im Dorf, während Paul noch vergeblich versucht, Howard und Vicki zu retten.
Zurück im Dorf ist auch seine Freundin verschwunden. Auf der suche nach ihr, wird er von den komischen Dorfbewohner gejagt, die körperlich schon etwas komisch aussehen. Auf der Flucht trifft er den Penner Ezequiel. Dieser erzählt ihm die furchtbare Geschichte des Dorfes. Man hat sich von Gott abgewandt und betet nun den Meeresgott Dagon an. Doch dieser will nun Opfer für seine Taten...

Stuart Gordon is back. Jetzt erwarten viele vielleicht einen gorigen Film (ich eigentlich auch) doch Pustekuchen. Dagon ist eine Verfilmung einer Story von H. P. Lovecraft. Gordon ist mehr bemüht, eine unheimliche Stimmung aufzubauen und das gelingt auch. Die Story ist recht gut gelungen, dazu spannend.
Gordon ist mehr bemüht, die typischen Gruselelemente darzustellen, sprich Dunkelheit, Gewitter und Regen und natürlich die unheimlichen Dorfbewohner.
Die Schauspieler sind alle relativ unbekannt, machen ihre Sache aber echt gut, wirken also nicht laienhaft.
Kommen wir zum Thema Gore. Bei den Namen Gordon und Yuzna erwartet man natürlich was. Wer sich jetzt auf ein goriges Fest gefreut hat, wird bitter enttäuscht. Maximal gibt es hier 2-3 blutige Szenen, mehr nicht. Komischerweise stört es bei dem Film nicht wirklich, da es hier doch mehr ums Gruseln geht. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass mindestens eine Gore-Szene geschnitten worden ist in der deutschen Fassung. Fernab von der nicht so blutigen Atmosphäre ist die Goreszene wirklich sehr gut, zu mindestens das, was man sieht.
Da auch Dagon eine spanische Produktion der Filmax-Reihe ist, stellt man sich nun die Frage, ob der Splatterfilm out ist oder ob einfach kein Geld vorhanden ist. Das selbe hat man ja schon bei Yuznas Faust gesehen. Bei Dagon klappt es ja, dass man auch ohne viel Gore eine gute Stotry aufbauen kann, doch da auch u.a. Re-Animator 3 (Beyond Re-Animator) kommen soll, ebenfalls aus Yuznas Hand, muss wohl in Sachen Gore gerade für die Re-Animator Reihe eine ordentliche Schüppe draufgelegt werden.

Fazit: Gutes, größtenfalls unblutiges Comeback von Stuart Gordon. Für Freunde des atmosphärischen Films sicherlich einen Blick wert, für Gordon-Fans wie mich eh Pflicht.

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