Review

Bleihaltiger Actionfilm im besten Neo Western Stil. Vor " Red Heat " drehte Regisseur Walter Hill " Extreme Prejudice " welchen man fast als eine Art Verbeugung vor " The Wild Bunch " sehen kann. Außerdem hatte Hill hier sein bis dato größtes Budget zur Verfügung, da die Produzenten Mario Kassar und Andrew Vajna hießen. Leider gingen wir Deutschen nicht glimpflich mit dem Film um, denn im Kino lief nur eine gekürzte FSK 16 Fassung, welche auch später auf dem Marketing Tape erschien. Da sich nun Kinowelt zu einer ungekürzten Scheibe hingerissen hat, kommen wir alle in den Genuss von einem, von Hills besten Filmen.
Story:
Der unbestechliche Ranger Jack Benteen ( Nick Nolte ) ist seinem ehemaligen besten Jugendfreund Cash Bailey ( Powers Boothe ) auf der Spur, welcher sich in Mexico ein Drogenkartell aufgebaut hat und nun massenhaft Drogen über die Grenzen von Texas schmuggelt. Auch eine totgeglaubte Spezialeinheit unter Leitung des dubiosen Paul Hackett ( Michael Ironside ) scheint Interesse an Cash zu haben. Als Cash dann auch noch Jack´s Freundin Sarita ( Maria Conchita Alonso ) mit nach Mexiko nimmt, kommt es bald zu einer Abrechnung, welche nur Einer der Beiden überleben wird.

Obwohl es fast nur um Drogen geht, ist die Story wirklich toll geworden und präsentiert einige Wendungen, welche der Zuschauer so nicht erahnt hätte. Die Sache, dass Jack und Cash mal beste Freunde waren und auch noch die selbe Frau lieben, macht das Ganze noch viel interessanter. Daneben gibt es noch diese seltsame Einheit mit den totgeglaubten Soldaten, welche in Staatsdiensten operiert, doch Colonel Hackett kocht sich sein eigenes Süppchen. Hill wartet hier wieder mit seinem üblich perfkten Erzählstil auf den Zuschauer, welcher hier jedoch etwas zu langsam ist. Richtige Längen kommen nie auf, aber ein bisschen mehr Action hätte nicht geschadet. Doch wenn es dann kracht, dann richtig. Die brutalen Shootouts hätte man nicht besser und dreckiger inszenieren können und vor allem das Finale ist eine Wucht und erinnert, wie oben schon genannt an " The Wild Bunch ". Hill lässt hier gut über hundert Blutbeutelchen platzen und demensprechend hart sehen dann auch die Shootouts aus. Hier beisst Keiner ins Gras ohne blutige Einschüsse. Auf richtige Fights müssen wir hier jedoch verzichten, aber ich bin mir auch nicht sicher, ob so etwas überhaupt in den Film gepasst hätte.
Brillant ist auch der Score von Jerry Goldsmith, welcher die dreckige Wüstensandkulisse perfekt untermalt.
Nick Nolte liefert als Ranger eine tolle Vorstellung und bekam genau den rüpelhaften Charakter, welcher gut zu ihm passt. Der Gegenpart ist mit Powers Boothe als sehr charismatischem Cash Bailey und dem fiesen Paul Hackett alias Michael Ironside toll besetzt. Sonst noch an bekannten Gesichtern dabei sind Maria Conchita Alonso als Sarita, William Forsythe und Rip Torn.

Fazit:
Bleihaltiger Neo Western, welcher sich etwas zu ruhig präsentiert und mit zu langsamer Erzählweise. Dafür top besetzt, mit dreckiger Kulisse und einem super Score. Die Shootouts sind sehr blutig und 1A inszeniert und obendrauf gibt es noch eine wirklich gute Story.
Meiner Meinug nach Eine von Walter Hill´s besten Regiearbeiten.

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