In Chicago wird ein Polizist kaltblütig erstochen. Sein Kollege und Freund Eddie Jillette will den brutalen Mord rächen, den Täter hinter Schloss und Riegel bringen. Die Spuren führen ihn nach New Orleans, in das Reich des sadistischen Edelganoven Losado. Bald hat Eddie nicht nur Losados Killer, sondern auch die korrupte Polizei auf dem Hals. Der Jäger wird zum Gejagten. In den Sümpfen Lousianas beginnt ein Kampf auf Leben und Tod.
Der sumpfige Actionthriller ist dabei klar auf die beiden, an Handschellen aneinandergeketteten, Hauptdarsteller zugeschnitten. Richard Gere und Kim Basinger bestimmen die Szene auf der Flucht vor Michels bösem Macker, der als einzige weitere Figur vom Drehbuch etwas zum agieren bekommt. Ansonsten hat die Story bis auf stimmungsvolle Bilder aus den louisianischen Mooren aber recht wenig zu bieten. Das die anfänglich üble Anzickerei natürlich zu tief empfundener Liebe führt ahnt man bereits nach wenigen Sekunden ebenso wie den unvermeintlichen Ausgang der Sumpfhatz.
Das führt allerdings dazu, das der Mittelteil etwas zäh ausfällt, denn bis auf kleinere Einlagen wird das ganze per Dialog erledigt und dürfte höchstens Gere/Basinger Fans zufriedenstellen. Actionfans können getrost vorspulen, bis die beiden endlich miteinander ins Bettchen gehoppelt sind und allmählich der Showdown eingeleitet wird. Dieser kann sich im brennenden Haus immerhin wieder sehen lassen, entschädigt aber nicht ganz für die ansonsten lange Wartezeit.
Bis auf ein par nette Schießereien und Autojagden fand ich das lohnenswerteste an Gnadenlos eigentlich die Location und Jeroen Krabbe als Bösewicht von Welt. Der Rest ist wenig weltbewegend, vorhersehbar und eher Standardware im Genre.
6/10