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Cool Chilean Crimefighter Con Cojones!


Wie eine Mischung aus Adkins-Klopper, „Super“ und „Rocky“ kommt dieser „Kick-Ass“-Vorläufer aus Chile daher - und was dem Poster nach noch so aussieht wie eine billige Kopie einiger der genannten, ist in Wahrheit ein echter Gem für Kampfsportler und B-Movie-Fans. Es geht um einen jungen, durchtrainieren Mann und Kämpfer mit hohem Gerechtigkeitssinn und traumatischer Familienstory, der sich eines Tages ein Herz fasst und als Held verkleidet. Der „Mirage Man“ ist geboren - und von Taschendieben bis zu Kinderpornoringen ist kein Krimineller von Santiago bis Arica vor ihm sicher... 

Das ist eine dieser dicken Überraschungen, die man nicht mehr missen will. Wie gesagt, wenn man auf das doch recht frühe Releasejahr nicht achtet und nur dem Cover oder Herstellungsland nach urteilt, hat „Mirage Man Kicks Ass“ als reinste Grabbeltischware selbst bei Genrefreunden eigentlich kaum eine Chance im Player oder der Watchlist zu landen. Doch das ist ein Fehler! Denn dieser Chilene ist ein wahres Feuerwerk der filmischen Selfmade-Superhelden-Kunst, den man nicht verpassen und unbedingt nachholen sollte! Das Konzept ist solide durch und zu Ende gedacht, die clever geklauten Töne vom Italian Stallion und eine emotionale Nebenhandlung geben dem Ganzen einen wunderbar melancholischen Flair, die Laufzeit ist knackiger als ein Nummerngirl, die Kampfaction ist furios und ruhig gefilmt, perfekt geschnitten, die Balance aus Satire und Ernsthaftigkeit ist verblüffend, man kauft unserem Helden und Fighter jederzeit die Moves und Power ab. Das ist ernsthafte Exploitation und das Gegenteil eines Blenders. Und das ganz ohne überzogene Grindhouse-Effekte und fast extreme großartige Nachbearbeitung, Farbfilter, Off-Kommentare. 

Fazit: selbst ist der Chilene! Geiler, mega sympathischer Südamerika-Selfmade-Superheld, der für Recht, Backpfeifen, Ordnung, Motivation und Spaß sorgt! Amateur-Action done right! Tolles Teil, mit dem man in diesem Ausmaße null rechnet. 

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