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Der Geisterfilm zieht den Zuschauer von Anfang an in seinen Bann. Schauspielerisch und optisch gibt es hier nichts zu bemängeln. Wenn „True-based“ draufsteht, muss natürlich ein wenig dick aufgetragen werden, sonst schnarcht der ein oder andere Zuschauer weg. Wer einen Semi-Doku-Style (wie BLAIR WITCH oder PARANOMAL ACTIVITY) erwartet, wird enttäuscht werden. Hier wird Old-School-Ghosthouse-Horror aufgefahren. Die Soundeffekte zwingen den Zuschauer in die Knie. Auch die unerwarteten und erwarteten Schreckmomente haben es in sich. Kunstblut und Kurz-Ekelszenen schauen wohldosiert vorbei. Die Schauspieler liefern ein passables Spiel ab, das zu keinem Zeitpunkt nervt oder gar langweilt. Ja, auch die Madsen macht als „besorgte Mutter“ eine gute Figur. Ein guter Mix aus Familiendrama und Mysteryhorror schwappt dem Zuschauer entgegen.
Natürlich werden in diesem Streifen Klischees in Massen bedient, aber die gehören zu einem Horrorfilm wie Standard-Sexpraktiken zu einem Porno – man will sie einfach immer wieder sehenDer obligatorische Schluss mit Austreibung und dem typischen „Es ist noch nicht vorbei-Syndrom ist dann noch das Sahnehäubchen. Hier wurde für Genre-Verhältnisse alles richtig gemacht. Hin und wieder sogar spitzenmäßig!

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