Regisseur Jeffrey Nachmanoff präsentiert mit "Traitor" einen sehr soliden Verschwörungsthriller um eine arabische Terrorrzelle, die in den Vereinigten Staaten einen verheerenden Terroranschlag auf eine Reihe von Linienbussen vorbereitet. Nun ruht alle Hoffnung auf einem muslimischen Agenten (Don Cheadle) mit undurchsichtiger Vergangenheit, dem eine Infiltration der extrem vorsichtig agierenden Zelle gelungen ist. Doch gerät auch er in die Schusslinie, als der einzige Mitwisser seiner Geheimmission einem Schusswechsel zum Opfer fällt...
"Traitor" vermag abgesehen von seinen abwechslungsreichen, von Arabien bis Amerika reichenden Schauplätzen keine größeren Schauwerte zu liefern. Spektakuläre Actionszenen vom Schlage eines "Der Mann, der niemals lebte" darf man hier nicht erwarten. Eher lässt sich Jeffrey Nachmanoffs spannendes Thrillerdebut in den Gefilden der hochklassigen US-Serie "Sleeper Cell" verorten. Vollständig auf Action muss dann aber doch nicht verzichtet werden: Einige zweckmäßig wie realistisch inszenierte und wohl dosiert eingesetzte Schusswechsel sowie die ein oder andere Explosion gibt es zu sehen. Nichtsdestotrotz liegt der Fokus von "Traitor" klar auf der packend wie intelligent vorgetragenen Geschichte mit ihrem überaus realen Bedrohungsszenario.
An den schauspielerischen Leistungen gibt es bis in die kleinsten Nebenrollen (u.a. Guy Pearce) hinein nichts auszusetzen. Gerade und besonders weil Hauptdarsteller Don Cheadle mit dem von ihm dargestellten Charakter nicht unbedingt dem üblichen Heldenklischee entspricht, wirkt sein Part umso glaubhafter.
Fazit: Schlicht, dafür rundum professionell umgesetzt und überzeugend gespielt - "Traitor" entpuppt sich als echter Geheimtip für alle Freunde des eher auf Spannung denn auf plakative Effekte setzenden Terrorismus-Thrillers.