Der amerikanische Privatdetektiv Steve Martin soll den Mord an einem Mitarbeiter des südafrikanischen Kupfermillionärs Wexler aufklären. Wexler glaubt, dass er das nächste Opfer sein könnte. Die Befürchtung ist offenbar begründet. Gleich nach seiner Ankunft in Kapstadt entgeht der Privatdetektiv nur mit knapper Not den Anschlägen unbekannter Verfolger. Martin ahnt, dass in diesem Fall etwas nicht stimmt.
Ja wenn man schon mal Old Shatterhand und Captain McLane in einem Film zu sehen bekommt, kann man sogar mal VOX am frühen Nachmittag einschalten, wo gibt’s denn noch so viel 60er für so wenig Geld. Nach dem Teaser Mord in den malerischen Slums von Kapstadt, entfaltet sich im Anschluß ein buntes Kuddelmuddel aus Krimi, Abenteuer und Urlaubsfilm, denn das Highlight der Story ist schlicht und ergreifend die tollen Landschaften und exotischen Kulissen rund um den Tafelberg (der wohl die blauen Berge symbolisieren soll). Es wird auffallend oft an wunderschönen Aussichtspunkten gehalten oder gedreht, das ich Stein und Bein verwetten möchte, das das südafrikanische Tourismusministerium der Hauptsponsor dieser Produktion war. Die Story an sich ist einfach gestrickt, fünf Menschen teilen sich ein dunkles Geheimnis und werden in der Gegenwart mit den Auswirkungen lethal konfrontiert. Harte Kerls, treffen auf Bikinimiezen und alleine 3 Miezen darf der Hauptdarsteller abknutschen, obwohl er gerade mal wenige Tage im Land ist. Nicht originell, aber funktionabel, 60er eben. Für den Humor sorgt mal nicht Eddie Arendt, sondern der Inspektor der Polizei, der eine seltsame, aber sicherlich interessante Arbeitsauffassung hat. Letztendlich darf der Zuschauer munter mitraten, wer denn nun der fiese Killer ist (*spoiler* wenn man die Grundregel beachtet, das der Mörder immer der zweitbekannteste Name im Cast ist, hat man gewonnen *spoiler*).
Die Darsteller sind recht uneinprägsam. Lex Barker spielt wieder mal sich selbst, mit einpomadeter Tolle und dem Shatterhand erprobten Gesichtsausdrücken, aber der großartigste Darsteller war er noch nie. Es wird zwar bemüht ständig Spannung aufrecht zu erhalten, aber so recht wirken die eher begrenzt blutdrucksteigernden Autoverfolgungen und Kletterpartien eher nicht. Eher zu kichern regt eine der dümmsten Mordmethoden an, eine Herde Strauße auf die Helden zu hetzen, denen selbst ein ganzer Autobus voller Rentner locker entkommen wäre.
Großes Kino wird hier letztendlich nicht geboten, passable Detektivunterhaltung vor einer zugegeben wunderschönen Landschaft triffts dann doch eher.
6/10