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Über die „Raw Feed“ Filme muss man nicht mehr viele Worte verlieren. Mit „Alien Raiders“ kommt nun nach „Otis“ und „Rest Stop 2“ der dritte und abschließende Film der zweiten Produktionsstaffel in die Videotheken. Diesmal lässt man die Finger vom Foltergenre und bietet nette Science-Fiction Unterhaltung.

Story: Es beginnt wie ein ganz normaler Abend in einem Supermarkt in Buck Lake bis plötzlich eine Gruppe bewaffneter Männer und Frauen den Laden stürmen und beginnen Angestellte und Kunden zu erschießen. Mit Hilfe eines Psychs werden sie getestet, bis dieser von einem Polizisten erschossen wird, der sich unter der Kundschaft befindet. Dieser wird ausgeschaltet und alle Verbleibenden als Geisel genommen. Die Eindringlinge entpuppen sich als Gruppe von Wissenschaftlern, welche den Ausbruch einer Alieninvasion verhindern will die in dieser Nacht bevorsteht.

Erstmal ist es erfreulich zu sehen, dass die „Raw Feed“ Filme auch mal andere Wege zu beschreiten und man nicht versucht zwanghaft auf der Folterwelle mitzuschwimmen und mindestens eine solche Szene in den Filmen einzubauen. „Alien Raiders“ bedient sich bei den trashigen Invasionsfilme der letzten Jahrzehnte und würzt diese mit einer kleinen Portion blutigem Bodysplatter.

Diese präsentiert sich aber nicht als besonders explizit und Regisseur Ben Rock behält sich vor viele der Gewaltszenen nur anzudeuten, im Off passieren zu lassen und oftmals nur Schreie und Geräusche zu hören sind. Was aber nicht heißt, dass es nix zu sehen gibt. Blut fließt massig, den einen oder anderen netten Splattereffekt gibt es auch Onscreen zu sehen und auch die Masken sind sehr gut gelungen. Alles aber nicht so extrem, so dass die FSK KJ vollkommen in Ordnung geht.

Leider weißt der Film keine wirkliche Spannungskurve auf und so ziehen sich die knapp 80 Minuten schon mal wie Kaugummi. Was schade ist, weil der Film ansonsten recht ordentlich daherkommt, es allerdings nicht wirklich schafft aus der Masse der Videoproduktionen positiv hervorzustechen. Dafür wirkt er an manchen Stellen zu beliebig. Vieles bleibt nicht lange im Gedächtnis und bis auf den durch „24“ bekannten Carlos Bernard ist auch keiner der Darsteller erinnerungswürdig.

„Alien Raiders“ ist ein nettes B-Movie geworden, das einem nicht vom Hocker reißt und man schnell wieder vergisst. Dabei hätte er durchaus das Potential gehabt ein netter Splatterspaß zu werden.

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