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Als Tarzanfilm ist Tarzan und der Dschungelboy sicherlich verzichtbar, kann er der Geschichte doch wenig interessantes beifügen. Die Reporterin Myrna ist mit ihrem Gehilfen auf der Suche nach Eric, einem Jungen, der schon seit 6 Jahren im Urwald leben soll. Praktisch, daß Tarzan in der Nachbarschaft wohnt und irgendwie ja auch ähnliche Erfahrungen vorweisen kann. In die Quere kommt ihnen der Zwist zweier eingeborener Brüder um den Thron ihres im Sterben liegenden Vaters.
Der ehemalige Football Spieler Mike Henry kann Fans früherer Darsteller wie Johnny Weissmüller und Lex Barker kaum überzeugen. Trotz athletischer Figur und für die Rolle ungewöhnlichem Brustpelz agiert er nur als besserer Statist. Allerdings kennt man ihn ja auch eindimensional aus erfolgreicheren Filmen, wie als Junior Justice in Ein ausgekochtes Schlitzohr. Der Charakter Tarzan wird kaum mehr vorgestellt und fungiert als Botschafter der Wildnis mit deutlich moralischem Einschlag zur Menschengleichheit und Anpassung von Gesetzen, die falsch sind. Ein Augenschmaus für aufmerksame Bondfans ist Aliza Gur (Liebesgrüße aus Moskau) als Myrna.
Die wenig mitreissende Story eignet sich am besten für exotische, plätschernde Unterhaltung, wenn man schon einige Filme hinter sich hat oder anderweitig beansprucht wurde. Lieb gemeinte Gags und naive Action sorgen dafür, daß man auch zur frühen Morgenstunde noch ein Stündchen länger vor dem Fernseher verweilen mag. Wer allerdings nicht auf seichte Abenteuerkost steht, kann sich Tarzan und der Dschungelboy getrost sparen. Zu verpassen gibt es hier nichts.

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