Review

Die beiden Filme HUMAN PORK CHOP und THERE IS A SECRET IN MY SOUP ähneln sich wie eineiige Zwillinge:
Beide behandeln das selbe Thema, erzählen die gleiche Geschichte, beide sind fasst haargenau gleich aufgebaut und in vielen Szenen bzw. Story-Elementen sind die Filme praktisch 1:1 identisch.

Die Handlung ist wie folgt:
Eine junge drogenabhängige Frau ist in Geldnöten. Da der Mann ihrer besten Freundin ein erfolgreicher Zuhälter ist, leiht sie sich von diesem etwas Geld und versucht es später in dessen Laden wieder abzuarbeiten. Plötzlich bietet sich der Holden die Gelegenheit die Brieftasche des Pimps zu plündern, was sie auch tut und mit dem Erbeuteten verduftet.
Der Zuhälter, mächtig angepisst natürlich, treibt die Kleine aber schnell wieder auf und hält sie fortan als Sklavin in seiner Wohnung gefangen bis sie ihre Schulden abgearbeitet hat.
Pech für die Kleine nur, dass der Pimp dort mit seinen Freunden gerne alle möglichen Drogen ausprobiert, und dass den Dope-Hats dann nichts lustigeres einfällt als ihre Gefangene zu foltern und zu quälen.
Irgendwann gibt diese aber den Löffel ab, was die Druffies vor die Frage stellt, wie sie die Leiche der Kleinen am besten loswerden ...

... Und da der Film HUMAN PORK CHOP heißt, kann man sich ja ausmalen, wie sie die Leiche loswerden.

HUMAN PORK fällt im Gegensatz zu seinem Konkurrenten um einiges fieser und durchtriebener aus, da hier die Härte der Folterungen und der Irrsinn der Peiniger, denen das Quälen sichtlich Spaß macht, besser zur Geltung kommen.
PORK CHOP liegt auch in Punkto Gewaltdarstellungen eine ganze Nasenlänge vorn. Auch wenn beide Filme weit davon entfernt sind als Splatterfilme durchzugehen (hier wird zwar geschlagen, getreten und aufs Übelste gefoltert, es fließt aber eben kaum Blut!), geht PORK CHOP in den Szenen, in denen die Leiche "klein gemacht" wird, deutlich mehr ins Detail als SOUP.
Effekte-Liebhaber, die sich nach solch imposanten Titeln mehr versprochen hätten, dürften allerdings eine mittlere Enttäuschung erleben.

Im Gegensatz zu THERE'S A SECRET scheint HUMAN PORK mit etwas weniger Budget gedreht worden zu sein, was man hauptsächlich an der reizloseren Optik und den etwas schlechteren und unansehnlicheren Darstellern bemerken kann. Letzteres triff vor allem auf die Hauptdarstellerin zu (mit "Hauptdarstellerin" ist das Mädel gemeint, dass in der Suppe landet), was teilweise ganz schön negativ ins Gewicht fällt ...
Insgesamt gesehen fallen auch alle anderen Charaktere in SOUP um einiges interessanter und schillernder aus als in PORK.

Die Atmosphäre ist in beiden Filmen düster und pessimistisch, aber auch hier gibt es Unterschiede:
Im SOUP-Film geht das Schicksal der gepeinigten Frau etwas mehr zu Herzen, was wohl hauptsächlich daran liegt, dass der Charakter des Opfers in HUMAN PORK alles andere als sympathisch ausfällt.
Im Gegenzug dazu wirkt PORK aber fast etwas authentischer und gewinnt damit an Intensität.

Erwähnenswert ist noch, dass sowohl PORK, als auch SOUP in allen bis dato erschienenen Fassungen cut sind. Die Schnitte in PORK merkt man kaum, die in SOUP fallen dagegen sehr negativ und nervig auf.

Tja, jetzt hab ich verglichen und verglichen ... und eigentlich kaum was zum Film selbst gesagt ....
Im Allgemeinen bietet HUMAN PORK CHOP nette, kurzweilige Sicko-Unterhaltung, also keine Hochspannung, kein Blutbad und keine megakrassen Moralbrüche. Einige derbe Perversitäten hält der Film für den Sicko-Fan aber definitiv parat.

Die Frage aber, welcher der beiden Filme besser oder schlechter ist, kann kaum beantwortet werden.
HUMAN PORK CHOP und THERE IS A SECRET sind zwei fast identische Filme mit minimalen Unterschieden. Jeder hat so seine gewissen Vorzüge und Schwächen, vom Hocker hau'n tut einen bei beiden aber nix.
Mir ham beide dennoch ganz gut gefallen ...
..... auch wenn ich mir mehr Gore erhofft hätte ;-)

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