Jetzt habe ich mir doch auch den Zwillingsfilm zu "There is a secret in my soup" angesehen und das war wenigstens insofern gut als dieser in fast jeder Hinsicht besser ist. Allerdings ist auch dieser Film im Grunde sterbenslangweilig und aussagelos. Aber hier stimmen wenigstens Bildgestaltung, realistischere Darstellung, guter Score. Eine Rolle ist sogar soetwas wie differenziert angelegt: die Freundin des Opfers, die diese erst ins Haus gebracht ist. Das Opfer selber ist hier wenig sympathisch - weniger als im anderen Film - dargestellt, mit der Ausnahme der Rückblende ihrer Erinnerung an das Zusammensein mit ihrer Großmutter. Die Täter sind Abschaum, der sich wie Abschum benimmt. Das soll jetzt nicht meine Bewertung sein, sie sind als solcher dargestellt. Es wird nicht gezeigt wie die sadistische Ader bei "normal" erscheinenden Menschen bei der Gelegenheit eines wehrlosen Opfers durchbricht. Es wird nicht die Wirkung von Alkohol und Drogen gezeigt (obwohl diese ständig präsent sind). Es ist einfach so, daß diese Menschen Unmenschen sind. So stellt es der Film jedenfalls dar.
Zwei Szenen stechen als gelungen heraus. Die eine ist das Zerstückeln der Leiche. Die andere ist die Folter mit dem tropfenden Plastikstrohhalm. Auch das Erscheinen des Kopfes der Toten ist hier gut gelöst (die sich umdrehende Freundin des einen Schlägers hat plötzlich ihr blutiges Gesicht). Schwach - noch schwächer als im anderen Film - ist die Rahmenhandlung der Polizeiverhöre. Es ist weniger direkte Gewalt zu sehen, was vermutlich die schlechte Bewertung durch das OFDb-Publikum erklärt. Wenn man die Darstellung der Gewalt als einziges Kriterium heranzieht, dann wäre dieser Film sicher schwächer, aber die beiden erwähnten Szenen sowie die Fäkalienszene sind hart genug um einen glaubwürdigen und realistischen Eindruck des Geschehens zu vermitteln. Hier war ein geschickter Regisseur am Werk und auch die Darsteller sind gut.