Review

Ivan (Terek Puckett), durchlebte eine harte Kindheit da sein Vater
(Jim Van Bebber) dem Alkoholismus fröhnte und nicht nur seine Mutter
(J.J. Slanker), sondern auch ihn missbrauchte und schlug.

Die schweren Erlebnisse konnte er bis zur Gegenwart nicht verarbeiten
und wandelt jetzt ziellos durch die Gegend, wobei er sich vor einer
kleinen sadistischen Fanschar selbst verstümmelt.

The
Mutilation Man ist sehr experimentell, Bild (die 8- und 16mm Kameras
tauchen das Geschehen in ein meist grobkörniges wackeliges Chaos) und
Ton (der Soundtrack setzt sich aus ein paar verschiedenen Instrumentals
im Rockgewand zusammen) verschmelzen zu einer Symbiose, die den
Zuschauer die Leiden und die Verzweiflung des "Mutilation Man" (gut
gespielt) fühlen und nachvollziehen lassen. Die Vergangenheit des
Protagonisten wird in kurzen Flashbacks präsentiert die sich wie ein
Puzzel zusammensetzten und am Ende des Films ein Ganzes ergeben.

Ivans Marsch durch Wald und Weide erinnern zuweilen stark an Alexandro
Jodorowskys Meisterwerk "El Topo", wobei vor allem die
Kameraeinstellung mit der auf dem Boden liegenden Dose und den
davongehenden Mutilation Man zweifellos als Hommage angesehen werden
kann.

Die Goreeffekte während der "Selbstverstümmlungsshows" sind manchmal
mehr schlecht als recht getrickst, was allerdings von der verfremdeten
Kamrera relativ problemlos kaschiert werden kann. Überhaupt schein
Andrew Copp ein fanatischer Anhänger des Splatter zu sein, da die

Welt um Ivan herum ein einziges Massaker ist: Kannibalen, seine
verrückten Fans oder auch der Fetische Dämon, auf den ich hier nicht
näher eingehen werde sind des Blutes und der Eingeweide nicht abgeneigt
und so gibts viele Goreeinlagen, darunter sogar ein paar Ausschnitte
aus echten Kriegsaufnahmen, dessen Zweck mir allerdings entgangen ist
(vielleicht wollte Copp damit auch die Mondofans ansprechen?)
Fazit:
Sehenswerter, wenn auch etwas wirrer Horrorflick der durchaus auch
Platz für etwas Eigeninterpretation lässt. Wer mit den Filmen von Eric
Stanze und Co was anfangen kann, wird auch hier bestens bedient.

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