"Ich möchte ein Spiel spielen"....mal wieder.
Nun ist es wieder soweit - in den USA alljährlich pünktlich zu Halloween - da wird das Erbe des Serienkillers Jigsaw weitergetragen. Verwundert eigentlich auch die Tatsache nicht, dass beim 5. Teil der "Erfolgsreihe" Darren Lynn Bousman dem Regisseurstuhl ferngeblieben ist. Produktionsdesigner der Vorgänger, David Hackl, avanciert nun zum Regisseur - ansonsten bleibt soweit alles beim alten.
...so beginnt der Film, verbindlich mit einer Folterszene. Der Zuschauer darf dann auch wieder die geübte voyeuristische Rolle einnehmen und gespannt darauf warten, welches der diesmal ausgewählten Opfer stirbt - oder um es treffender zu formulieren, wann irgendjemand wie stirbt.
So wird in ein Haus geladen zum fröhlichen Beisammensein (was ja schon im 2. Teil so prächtig funktionierte), bei dem das Sozialgefüge der Protagonisten so ganz und gar nicht funktionieren will und dank fehlenden Denk- und Gruppeneinsatzes einer nach dem anderen -stets auf seine eigene Haut bedacht- in die tötliche Falle tappt. Agent Peter Strahm versucht verzweifelt, dem makaberen Spiel auf die Schliche zu kommen und seinen Kollegen Detective Mark Hoffman als Jigsaws Gehilfen zu entlarven...
So bekommt der Zuschauer zwar eine Reihe neuer Foltermethoden aufgetischt was allenfalls noch den Splatter-Fan das ein oder andere Lächeln abringt, das war's dann aber auch schon.
Inhaltlich versucht man durch konfuse Verzahnungen den Zusammenhang mit den Vorgängern noch irgendwie aufrecht zu erhalten und krampfhaft Komplexität zu wahren - vom Mythos Jigsaw bleibt ein laues Lüftchen, auch wenn er natürlich auch seinen (rückblickhaften) Auftritt bekommt. So wird wieder schwungvoll mit dem Hammer ausgeholt, was bisher ja auch irgendwie funktionierte - denn wie könnte man besser mangelnde Atmosphäre oder Kreativität wett machen als durch explizite Gewaltdarstellung!?
Und so bleibt auch das Ende widererwartend offen. Denn die Hollywood Schmieden laufen auf Hochtouren, wir dürfen uns natürlich alle auf Teil 6 freuen...
Fazit:
Traurig bleibt die Tatsache, dass dank (noch) erfolgreicher Kinokassenzahlen die "SAW"- Idee aufgewärmt wird wie kalter Kaffee. Ohne Sequels generell zu verdammen und ihnen ihre Eigenständigkeit abzusprechen, so trumpft doch die 5. Sawreihe so ganz und gar nicht durch Kriterien für gutes (Horror-)Kino auf - wie Atmospähre oder ein spannender Plot. Wenn uns der Film eines zeigt, dann dass man 90Minuten duchaus sinnvoller investieren kann.
Man sei gespannt auf Teil 6! 1/10