Jigsaw ist tot, doch sein perfides Spiel wird von seinem Schüler, Detective Hoffman, fortgeführt. Während er fünf Personen bei seinen schmerzhaften und tödlichen Weg der Läuterung in die Hölle schickt, kommt Agent Strahm seinem finsteren Geheimnis auf die Spur, ohne zu ahnen, in welche Gefahr er sich begibt, denn.
Es ist 2008 und der gute Jigsaw kommt trotz eigenem Todes jedes Jahr pünktlich wie der Nikolaus wieder vorbei, während Knecht Ruprecht einen Haufen Nebencharaktere auf den üblichen Todesparcours schickt. Die Story erinnert dabei an den zweiten Teil, denn auch hier treffen sich fünf Leute, die sich zwar nicht kennen aber gemeinsam eine vergangene Schuld zu verantworten haben. Wie schon so oft zelebriert, werden die Menschen in eine alte Fabrik transportiert und in jedem Raum den sie erreichen, um ein Mitglied subtrahiert.
Dies geschieht aber gar nicht mal so blutig, wie in den Vorgängern, aber immer noch hart genug um locker die 18er Freigabe zu schaffen. Die Macher schufen ihre eigene Version vom Pit an the Pendulum, aber auch die Opferschale sind recht markante Todesfallen, die der Jigsaw noch kurz vor den ewigen Jagdgründen für Serienkiller seinem zweiten Azubi, Detective Hoffman, zur Ausübung aufgetragen hatte.
Hoffman selbst spielt hier dabei die Hauptrolle, da Kramer und Amanda ja nicht mehr zur Verfügung stehen. Die Macher der Saw Reihe spielen dabei wieder das altbekannte Spielchen offene Fragen der Vorgänger zu beantworten aber gleichzeitig mindestens genau so viele neue Knoten zu hinterlassen. Wir erfahren hier ausführlich wie es zu der Beziehung Kramer/Hoffman kam, lassen aber offen, was in der Truhe ist, die Jigsaw seiner Ex-Frau hinterlassen hat. Auch was mit den letzten beiden Überlebenden des "Spiels" geworden ist bzw. ob sie denn überhaupt überlebt haben.
Recht clever fand ich aber den Schlußtwist der beiden rivalisierenden Cops, bei dem geschickt der schwarze Peter auf den falschen gelenkt wurde und weiteren Fortsetzungen Tür und Tor offengelassen wurden. Weniger clever war allerdings der Ablauf des Todesfallen-Trimm-dich-Pfades. Fünf unsympathische Kandidaten, wenig Screentime und saublödes Verhalten der Akteure (zur Opferschale hätten sie nur die Leiche aus dem Nebenzimmer mitnehmen müssen, die Zeit und das Wissen hatten sie gehabt).
Es ist einfach wie immer, wenn man Marmeladen Brote einmal mag, ißt man sie eben immer wieder, analog funktionieren ja auch alle Film Franchises. Saw V reißt jetzt nicht vom Hocker, ist zumindest durchgehend spannend, aber irgendwie hat man alles ja schon gesehen.
6/10