Maria befindet sich mit dem Auto in nächtlicher Landgegend und hat Telefonsex, - wenn es schon so primitiv losgeht, was kommt denn dann?
Tatsächlich haben wir es hier mit einem überaus einfallslosen Slasher zu tun, der mit wenigen Figuren auskommt, dafür aber umso mehr Logiklöcher bietet, dass es in der entsprechenden Stimmung schon wieder Freude bereitet.
Nachdem Maria am Straßenrand einen alten Bus entdeckt, an dessen Fenstern mit Blut „help me“ geschrieben steht und den alten Klapperkasten betritt, sieht sie Leichenteile, Gedärm, einen scheinbar Toten und Sarah, die angekettet um Hilfe fleht.
Doch bevor Maria einschreiten kann, setzt sich das Fahrzeug in Bewegung und man landet am nächsten Tag inmitten der Wüste an einer Art Mittelalter-Burg.
Hier entpuppt sich rasch, wer der wahre Killer ist…
Über mangelndes Tempo und einen ordentlichen Blutgehalt kann man sich zwar nicht beschweren, doch das Geschehen geht teilweise recht zusammenhanglos vonstatten.
Man weiß gar nicht, wie der Busfahrer mit dem Eis-Tick zum fettleibigen Killer stand, wie dieser zwar einen Bus steuern und eine Batterie manipulieren, aber kein Wort sprechen und nur brüllen kann und was es mit dem merkwürdigen Mönch auf sich hat, der später ins Geschehen eingreift und der scheinbar ohne Auto angereist ist.
Man könnte hier Unmengen weiterer Blödheiten aufzählen, Stichworte: Kannibalenjunge, Tetanus-Spritze, Salat-Zange oder Zeitungsartikel.
Dabei wird natürlich kein Klischee ausgelassen und kein übliches Verlaufsmuster ausgeklammert. Es wird durch die Räume der Burg gehastet, mit merkwürdigen Waffen zurückgeschlagen und selbstverständlich ist der Fiesemöp völlig unkaputtbar, selbst nach abgetrenntem Finger, mehreren Schusswunden und diversen Schlägen auf dem Kopf.
Die beiden Tussen handeln entsprechend inkonsequent und lassen den Dicken, wie es beim Slasher üblich ist, nach dem ersten Schlag unbeachtet auf dem Boden liegen.
Indes wird mehrfach vergeblich versucht, den alten Bus in Gang zu setzen und dazwischen taucht noch ein deformierter Junge auf, der mit Vorliebe an Menschenknochen herum knabbert, soll wohl der Sohn des Killers sein.
Dazu gibt es noch eine Anekdote zu Sarahs Vater, zaghaft eingestreuten Dialogwitz und einen halbwegs brauchbaren Score, der zumindest die Action-Szenen auf Vordermann bringt.
Darstellerisch ist das Ganze hingegen eine Katastrophe, obgleich Ann Henson als Maria von vorne und von hinten einen ansprechenden Eindruck macht, - glaubhaft wirkt sie in keiner Einstellung.
Neben der hanebüchenen Story gesellen sich im ersten Drittel diverse Hänger, die durch das ereignisarme Inspizieren der Räumlichkeiten innerhalb der Burg zustande kommen und es an bedrohlicher Atmosphäre mangelt.
Entsprechend kann man diesen Streifen keinem Genre-Fan empfehlen, es sei denn, man steht auf einfältige Abläufe mit vielen hirnrissigen Situationen.
Demzufolge sind schlechte Bewertungen allerorten nachvollziehbar, mit äußerst geringem Anspruch bekommt man jedoch einen kurzweiligen Trash-Slasher serviert, der für die kurze Laufzeit von 82 Minuten einigermaßen unterhält. Immerhin.
5 von 10