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Von ihrem verstorbenen Vater erbt die junge Schwedin Lisa ein Grundstück in der Provinz, 500 Kubikmeter Wald mit einem See und einer Hütte darauf. Als sie mit ihrem britisch-stämmigen Gatten von der Stadt in die Provinz übersiedelt, um das Gelände bewohnbar zu machen, erfährt sie von den Einheimischen eisige Ablehnung, während auf dem Grundstück unheimliche Zu- und Unfälle einander jagen.

Schweden gilt ja als das Land mit der höchsten Selbstmordrate und ziemlich nordisch unterkühlt kommt auch the Lake rüber. Die Story dreht sich um die Englandheimkehrerin Lisa, die nebst Freund in die schwedische Heimat kommt, um den Nachlaß ihres Vaters zu regeln, der zwar "nur" verschwunden ist, aber nach einem Jahr offiziell für tot erklärt wurde.
Wie nicht anders zu erwarten steckt aber hinter dem Verschwinden deutlich mehr, was man als Zuschauer auch locker an der abweisenden Art der lokalen Bevölkerung merkt, die über Lisas Schnüffelei natürlich alles andere als erfreut sind, denn irgendwo hat hier jeder seine sprichwörtliche Leiche im Keller liegen. Daraus entwickelt sich ein solider Thriller der vor allem von seiner Wald- und Seelandschaft optisch einiges an Atmosphäre herausholen kann.
Darstellerisch gibt man sich auch, wie nicht anders gewohnt, skandinawisch souverän, aber auch die Krimihandlung entwickelt sich durchaus spannend. Nach und nach wird das Geflecht um die zahlreichen Personen gelichtet und die Schuldfrage geklärt. Für Krimifreunde lohnt sich das Reinschauen allemal.
7/10

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