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Wenn überhaupt, dann hat BJ Davis vor allem mit dem blutigen Vietnam-Kracher White Ghost (1988) und dem trashigen Brandon-Lee-Actioner Laser Mission (1989) auf sich aufmerksam gemacht, bevor er diesen stumpfsinnigen Videotheken-Schlock raushaute.

John Lambert ist die Sorte Cop, die Verbrechern die Rechte vorträgt, während er ihnen die Fresse poliert. Bei einem Einsatz wird sein Partner erschossen. Sofort quittiert er (grundlos) den Dienst, gibt seine Waffe ab „I don't need a gun“, um den Drogenbossen das Handwerk zu legen.

Davor poliert er weiter Fressen von ihm zufällig über den Weg laufender Gangstern, die ihn oder andere Leute ohne jede Motivation angreifen. Nebenbei bandelt die sexy Schwester seines ermordeten Partners mit ihm an, schließlich ist er so aufrichtig wie unwiderstehlich. Ihre Funktion beschränkt sich auf gutes Aussehen und Ausziehen.

Er zählt hingegen zu jener Gattung erhabener Cops, die mit einer ihnen eigenen Selbstverständlichkeit über dem Gesetz stehen: „I have the authority of justice.“

Ein kurzer Ausflug in den Stripclub schlägt dann noch zwei Fliegen mit einer Klappe: Titten + Klopperei. (James „Jim“ Mitchum (Code Name: Zebra (1987)) spielt dort den Barkeeper mit Vokuhila.)

Jedenfalls jagt das Drogenkartell ihn und er sie:

„Who is this guy anyway, some kind of ninja?“

„No, he is much worse than that, Mr. Riley.“

„Yeah, but how is that?“

„Because he is real, and he is coming after you.“


Die finalen 15 Minuten bieten Dauergekloppe im leerstehenden Fabrikgelände. Es sind recht kreative, abwechslungsreiche Choreografien, die allerdings keinesfalls glaubhaft wirken und ruppig umgesetzt wurden. Wirkt alles etwas unbeholfen, dafür amüsant und unterhaltsam.

Am Ende darf der Held auf die Kamera zulaufen, während das Auto hinter ihm explodiert, was nicht mal mit einem Zucken gewürdigt wird: Badass!

Und dann kommt sofort seine Schnalle um die Ecke und gräbt ihn an. Der Polizeichef ist auch plötzlich da und bewundert ihn. Ende.

Stumpfes Gekloppe, ein bisschen nackte Haut und ’ne hohle Alibihandlung, der man auch im Vollsuff noch folgen kann: Genau das ist Stockfighter, kein vergessener Kultfilm, aber die Sorte trashiger 90er-B-Ware, die man gern haben muss.

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