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Als der Vater des kleinen Alan mal wieder im Haus randaliert, schleicht sich der Junge heimlich hinaus und steigt mit seiner Freundin Becky in das unheimliche Nachbarhaus eines alten Voodoo-Farmers ein. Dort finden sie einen geheimnisvollen Malstift, der einen Alligatorkopf auf einem Schlangenkörper darstellt. Als Alan aus Wut auf seinen Vater zeichnet, wie dieser von einem Monster verschlungen wird, geschieht dies wirklich.
30 Jahre später findet Becky durch Zufall das Artefakt wieder, das Alan damals im Garten vergraben hatte. Als sie von ein paar rücksichtslosen Teenager totgefahren wird und diese auch noch Fahrerflucht begehen, beginnt Alan aus Rache abermals zu zeichnen und beschwört damit noch einmal den Voodoo-Gott, welcher sich augenblicklich auf den Weg zu den Jugendlichen macht.

Einen ziemlich traurigen Beitrag zum Tierhorror leistet das billige Noname (und komm jetzt hier niemand mit dem DMX Rapper mit dem eingefrorenen Gesichtsausdruck, der keine 10 Minuten Screentime hat) Produkt Lockjaw. Wer immer hier das Drehbuch geschrieben hat ist eine ziemlich faule Sau, denn die Story ist wirklich zu 80 Prozent bei Pumpkinhead abgekupfert und das auch noch schlecht. Da wünscht man sich allein einen Lance Henriksen zurück, denn was hier an Torfnasen vor die Kamera gepackt wurde sind wirklich dringende Fälle für ein Job-Neuorientierungs-Seminar.
Aber nicht nur das das Drehbuch eine dreiste Raubkopie ist, es wird auch noch dreimal so langweilig präsentiert. Bis hier was passiert vergeht der halbe Film, bevor sich dann doch mal die Schwanzspitze unseres okkulten Rächers, eine CGI Mixtur aus Schlange und Alligator, zeigt. Davor gibt's tumbes Rumgelabere von jugendlichem Kanonenfutter, das vermeintlich witzig und auflockernd sein soll, es aber definitiv nicht ist. Gut in Pumpkinhead waren die Teens auch allesamt ein Ärgernis, aber hier werden wirklich die zukünftigen Könige der Flachzangen gekrönt.
Vermutlich ist das Ganze auch wieder so eine TV-Schnellschußproduktion, denn es geht auch auffällig prüde zu. Gut zu sehen ist das bei dem Paar das gefühlte Ewigkeiten braucht um Hoppe Hoppe Reiter zu vollziehen (schon mal öde an sich) und sie nach gerade vollzogenem Akt sich mit angezogenem Bett und Slip aus dem Bett erhebt. So viel US-Prüderie gibt's doch eigentlich nur in Fernsehfilmen. Ein wenig Wirkung erzielen hier höchstens die Jagdeinlagen im nächtlichen Zuckerrohrfeld und ein paar brauchbare aber unblutige Kills.
Wie gesagt, wer die Story interessant findet, sollte sich Pumpkinhed anschauen, der hat zwar auch seine Macken, ist aber längst nicht so dröge wie hier. Immerhin durfte ich einmal herzlich lachen als in den Credits als Editor der Name Mike Kalaschnikow auftaucht und er zum editieren meiner Meinung nach selbige auch hätte benutzen sollen, aber sonst ist Lockjaw reichlich überflüssig.
3/10

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