Von Umwelt und Mitmenschen angeekelter Soziopath macht es sich zur Aufgabe so viele Mitbürger wie möglich vom Angesicht der Erde zu fegen. Neben Beruf und bürgerlichem Leben führt er ein zweites Dasein als Meuchelmörder, dessen höchstes Ziel es ist, seinen Opfern vor deren Ableben möglichst viel Pein anzutun.
Sein Hobby macht Schule, der Psychopath bekommt eine Anhängerschaft und es kommt, dass unser massenmordender Vollstrecker als Dozent fungiert und Lehrgänge in Sachen „Foltern und Morden für Anfänger“ gibt…
„Sadisticum“ ist gehobener Amateursplatter mit starken „Hostel“-Anleihen. Was hier noch dazukommt, ist die pechschwarze, lebensverneinende und nihilistischen Weltanschauung, die einem der Streifen in jedem Moment mit dem Odem des Todes ins Genick haucht. Die Welt ist schlecht, ein einziges Jammertal, der Mensch ein Virus, der der Ausrottung bedarf… – so was kennt man. Leider wird die triste Philosophie nicht sonderlich überzeugend aufgezogen und gleitet deshalb von der Stimmung des Zuschauers ab wie die Gurke aus einem BigMac von einer Fensterscheibe.
Der Gore ist für Amateur- bzw. Very-Low-Budget-Verhältnisse zwar einigermaßen ansehnlich, trotzdem wird kaum Erfindergeist unter Beweis gestellt, so dass alles Dargebotene bereits in besserer Form anderweitig existiert.
Das einzige Highlight: Gastauftritt von „Westberlins Wak-MC-Mörder Nr. 1“ Taktloss („Was macht mein Label? – Es fickt die Biatch!“). Dieser mimt hier, wie sollte es anders sein, einen Gangster und Dieb.
„Alternativ könnte man den Fingernagel auch mit einer Zange entfernen. Ich will auch das vorführen.“
Fazit:
Pseudophilosophischer Billigfoltermist. Muss man nicht gesehen haben.