Alle Kurzkommentare


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Unsere Jugendschützer begreifen auch gar nichts! SADISTICUM ist nicht etwa bloß knallharter, vordergründiger Torture Porn, sondern eine realistische, beklemmende Psychostudie über einen abartig veranlagten Außenseiter, der erst durch das Quälen und Ermorden von Menschen aufblüht. Wir dürfen teilhaben an Gedankengängen, wie sie wirklich im kranken Kopf eines Serienmörders stattfinden könnten. Der auf den Spuren von SAW und HOSTEL wandelnde, aber diese niemals nur nachäffende Beitrag ist darum ein intelligenter Undergroundschocker, der mehr Aufmerksamkeit und Achtung verdient hätte. Auch die Regie und die schmutzigen Bilder, mal mit Grau- und mal mit Gelbstich, dieser deutschen Independet-Perle sind bemerkenswert stark. Mir imponiert auch, dass für die gelungenen MakeUp-Effekte ausschließlich Frauen verantwortlich sind! Und das "Folterseminar" ist echt superheftig!

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Da hat Sebastian Radtke ein echt stimmiges Werk abgeliefert. In knapp einer Stunde wird die Geschichte eines Sadisten gezeigt, der durch Menschen töten innere Befriedigung erlangt und später weitergeht und ein "Folterseminar" gibt. Was sich stumpf nach lästigem TorturePorn anhört ist viel mehr! Die Art und Weise wie Radtke diesen Film darstellt ist einzigartig. Sehr gute Darsteller, starke Kameraführung und ein stimmiger Score. Gerade bei den SFX muss sich 'Sadisticum' nicht hinter Genregrößen verstecken So sollen gute deutsche Amateurfilme sein!!! Kritikpunkte sind für mich allerdings: -Die Laufzeit hätte länger sein können. -Der Voice-Over ist viel zu leise und ich musste 2-3 mal zurückspulen um alles zu verstehen

7

Das dürfte nun der endgültige Befreiungsschlag Sebastian Radtkes gewesen sein, der uns mit "Psychotica", "Wenn es Nacht wird..." oder "Bloody Dawn" schon öfters in den Gruselsektor entführt hat. Doch nichts erinnert mehr an das einstige Amateurambiente. Der Hauptdarsteller wirkt passend, erzählt ruhig und entspannt seine Geschichte, während er Frauen mit einem Winkelschleifer malträtiert. Die gezeigte Gewalt dürfte dem ein oder anderen Richter dabei gewiss ein Dornenbusch im Auge sein, da recht explizit gezeigt wird was da vor sich geht...Die Farben wechseln von düster bis grell, die Locations von sonnendurchfluteter Wohnung zu herunter gekommenen Kellergewölbe. Sicher hat Herr Radke Filme wie "Mann beißt Hund", "Henry - Portrait of a Serial Killer" gesehen, denn irgendwie kommt das ganze ungewollt bekannt vor. Insgesamt ein eher ruhiger aber dennoch heftiger Film, der die ein oder andere Ecke hat, aber dennoch sehenswert ist. 7/10

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