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Ein Film, der anklagt und aufwühlt. Werden doch aus Gründen, die Menschen nicht orientalischer Herkunft kaum nachvollziehen können (ich kann es eindeutig nicht!), 2 junge Leben einfach weggeworfen. Das des kleinen Jungen, der mit stoischer Mine die angeblich verletzte Ehre der Familie retten muß und das seiner Schwester, die durch ihre multikulturelle Beziehung mit den Traditionen der Familie gebrochen zu haben scheint, jedoch glücklich nach heimatlicher Musik tanzt.
Ein kurzer Film, der gänzlich ohne Sprache auskommt. Die Bilder sagen alles, was es zu sagen gibt, wenn sie die heuchlerisch erscheinenden Verwandten des Jungen zeigen, wie sie ihn zu seiner Aufgabe verabschieden, als ihr Werkzeug mißbrauchen. Letztlich selbst zu feige sind. Oder den Jungen, der durch seine Erziehung so in den Traditionen seiner Familie verhaftet  ist, daß er keine Gemütsregung zeigt, als er seine Schwester im Namen der Ehre umbringt.
Die Film wechselt in kurzen Abschnitten zwischen den beiden Handlungssträngen hin und her und zieht seine Spannung ebenso aus den suggestiven Bildern des fröhlichen Familienfestes, die mit einer angenehmen und mitreißenden Musik unterlegt sind, als auch aus der Fröhlichkeit der jungen Frau, die fast schon auf den Zuschauer überspringt.

Ein Film, der Beachtung verdient.

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