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The Dakota Territories, August 1879. Als der Farmarbeiter Coffey zur Ranch seiner Freundin zurückkehrt, bietet sich ihm ein Bild des Grauens: die Männer sind allesamt tot, die Frauen und Kinder spurlos verschwunden. Ohne lange zu zögern schließt er sich einem Trupp an, um die Vermißten zu finden und, wenn möglich, zurückzubringen. Denn eines ist für alle klar: die hinterhältige Attacke hat gewiß ein Stamm feindseliger Indianer zu verantworten, die mit den Frauen und Kindern weiß-Gott-was anstellen. Doch was die Männer schlußendlich in den unwirtlichen Weiten der Prärie finden, übertrifft ihre schlimmsten Alpträume.
J. T. Pettys Horror-Western The Burrowers ist im besten Sinne als altmodisch zu bezeichnen. Keine hektische Wackelkamera, kein nervöses Schnittgewitter, sondern lange, ruhige Einstellungen dominieren das Geschehen, und das im wunderbaren Breitwandformat. Das mag einigen vielleicht langatmig und unspektakulär erscheinen, doch ist es essentiell für die Etablierung einer düsteren, hoffnungslosen Grundstimmung. Denn die Welt von The Burrowers ist erbarmungslos, folgerichtig ist auch The Burrowers ein erbarmungsloser Film. Niemand ist sicher vor den stetig lauernden Gefahren, und es kann schon mal passieren, daß ein potentieller Held mit hehren Absichten urplötzlich eine Kugel abbekommt und blutig ins Gras beißt. Die Kreaturen, die dem Film den Titel geben, sind abscheuliche Wesen und an Häßlichkeit kaum zu überbieten, doch sie jagen immerhin nicht zum Vergnügen (im Gegensatz zu einigen der Menschen). Das Special-Effects-Team leistete sehr gute Arbeit, erweckte die Kreaturen mit einer Mischung diverser Old-School-Effekte (u. a. Frau-im-Kostüm, Animatronics und Puppen) zu überzeugendem Leben. Gore-Effekte kommen nur sporadisch aber durchaus effektiv zum Einsatz, was dem Film gut zu Gesicht steht. Das größte Kompliment, das man The Burrowers machen kann, ist jedoch, daß er sowohl als Western als auch als Monsterfilm gut funktioniert und einen wirklich beeindruckenden Spagat zwischen diesen beiden so unterschiedlichen Genres hinlegt. Schade, daß diesem kleinen Juwel kein Kinostart spendiert wurde.

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