Im Westen nicht Neues!!!!
J.T.Petty gab 2001 mit "Soft for Digging" sein Regiedebüt und legte mit "Mimic 3" einen ordentlichen, wenn auch flachen B - Schocker vor, der an einer ranzigen Story und der knappen Laufzeit leiden musste. 2008 inszenierte er mit "The Burrowers" einen Genremix der Horror mit Western vermischt. Eine merkwürdige Mixtur, die mit zunehmender Laufzeit immer besser wird, wobei das Intro mit der Familie die Überfallen wird, schon sehr spannend ist. Die Story dreht sich um die Suche nach der Familie Stewart, die angeblich von Indianern überfallen wurden ist? Naja, Petty baut schon hier merklich Zivilisationskritik auf und zeigt den einhergehenden Niedergang der Urbevölkerung Amerikas durch die weißen Einwanderer. Die suchenden Männer, finden immer mehr Hinweise, die darauf hindeuten das die Stewarts nicht Opfer der Indianer wurden, sondern einer mysteriösen Macht zum Opfer gefallen sind. Zwischendrin trennt sich die Gruppe und ein kleiner Treck macht sich auf den Weg zu den Uten, die wohl mehr wissen über die Verschleppungen. Petty läßt die Story sehr behäbig wirken und bis zum actionreich ekligen Finale, muss man einige Längen überstehen. Wobei die Effekte und Action, nicht im Vordergrund stehen und Petty sich ganz klar, auf seine Figuren, die simpel gestrickt sind fixiert. "The Burrowers" endet klassisch und dennoch hinterläßt das Szenario einen niederschmetternden Nachgeschmack, denn die Indianer stehen immer noch im Fokus des weißen Mannes und somit am Ende ihrer Freiheit. "The Burrowers" ist trotz kleinerer Mängel, ein überaus sehenswerter Genrefilm geworden, der durch den guten und bekannten Cast mit solchen Namen wie Clancy Brown ("Starship Troopers" und "Pathfinder"), William Mapother ("The Grudge" und "Lost") und Doug Hutchinson ("The Green Mile" und "Punisher: Warzone") profitiert. Die Effekte stammen von Robert Hall und sind sehr gut geworden, bis auf ein paar CGI´s. Für ein Budget von ca. 9 Mio. $ ist der Horrorwestern, optisch Makellos und bietet immer wieder Momente des Schreckens, dank der guten Kameraarbeit von Phil Parmet ("Rob Zombies Halloween").
Fazit: Stimmungsvoller Western im Horrorambiente mit einer behäbigen Story, atmosphärischen Bildern, Schockeffekten voller Ekel und tollen Darstellern. Dafür gibt es 8 von 10 vergrabenen Skalps.