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Mit "Matrix" gelang den Wachowski-Brüdern ohne Frage ein Meilenstein im SF-Genre, eine brilliant inszenierte Utopie mit richtungsweisenden Spezial-Effekten und einer ultracoolen Ausstattung. Die Welt wie wir sie kennen ist lediglich eine Simulation, Keanu Reeves, Laurence Fishburne und Carrie-
Anne Moss treten den verzweifelten Kampf um das Überleben der menschlichen Rasse an, deren letzte Bastion die Stadt Zion tief im Erdinnern darstellt - und nehmen den Zuschauer mit auf einen wahrlich beeindruckenden Actiontrip. Eine Atempause wird dem Kinogänger dabei nicht vergönnt, denn die mit übermenschlichen Kräften gesegneten Häscher der Matrix liefern unseren Helden einen erbitterten Kampf. Herrlich fies in dieser Hinsicht: Hugo Weaving als geheimnisvoller Agent Smith.

Sicherlich kann man der vielleicht manchmal auch etwas zu düsteren Story ankreiden, letztenendes trotz vordergründiger Kritik und philosophischer Ansätze zu oberflächlich zu bleiben. In Sachen Anspruch reichts sicher nicht an einen "1984" heran aber als Symbiose auf Hochglanz-Actionreisser und packender Zukunftsvision ist "Matrix" dennoch ein Meilenstein des Kinos. In jedem Falle hat er den literarischen Vorlagen seine Massenpublikumskompatibilität vorraus - und eben diese zählt an den Kinokassen.

Dank starker Typen, famoser Action (besonders die Lobby-Sequenz setzt neue Maßstäbe in Sachen Action-Choreographie) und hoch interessanter Story fährt "Matrix" die 9 Punkte locker ein. Leider können die beiden Fortsetzungen das Niveau des Erstlings nicht halten und begehen genau den Fehler, der sich in seinen Grundzügen auch schon in diesem ersten Film andeutet: Sie verfallen den Effekten und verschenken das Potential, das dieses Szenario bereithält.
Böse Zungen könnten glatt behaupten, das "Matrix Teil 1" bloss ein positiver Ausrutscher der Wachowski-Brüder ist, nicht mehr...

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