Matrix
Gesehene Version: Kauf DVD (EAN: 7321921177378)
Inhalt:
Trinity (Carrie-Ann Moss) erledigt zwei Polizisten. Agenten in schwarzen Anzügen tauchen auf und verfolgen sie. Sie kann sich retten, indem sie sich in eine Telefon-zelle begibt und somit der Matrix entflieht. Als nächstes findet Morpheus (Laurence Fishburne) Thomas A. Anderson. Zunächst nur per Internet und Telefon. Schließlich treffen die beiden aufeinander. Morpheus hat die Möglichkeiten Thomas (Keanu Reaves) aus der Matrix zu befreien. Er glaubt das der Hacker der Auserwählte ist und die einzig noch frei existierende Stadt Zion rettet. Thomas wird abgekoppelt und begreift langsam was die Matrix ist. Ferner überbringt der Kommandeur des Schiffs Nebukadnezar dem Orakel (Gloria Foster) welches dem „Auserwählten“ sagt, dass er es nicht ist. Trotzdem opfert sich Morpheus zu Gunsten seines Glaubens an Neo. Darauf beginnt eine Rettungsaktion. Am Ende steht Neo Agent Smith (Hugo Weaving) gegenüber und wird zum Auserwählten.
Charakteristik:
„Leutnant sie hatten doch explizite Anweisungen“ sagt Agent Smith woraufhin der Polizist entgegnet, dass ihn dieser „Zuständigkeitsscheiß“ nicht interessiere. „Das war zum Schutz ihrer Männer (…) sie sind bereits Tod“. Dieser erste Dialog umreist die Geschichte schon sehr gut. Noch kann sich der Zuschauer nichts unter dem Film vorstellen. Die Antwort des Polizisten ist ein üblicher Dialog auch in anderen Kino¬streifen. Daraufhin folgt eine Kampfszene, die den Beweis erbringt. Der Zuschauer hat nun einen Einblick in den Stil des Films gewonnen.
„Morpheus die Leitung wurde irgendwie entdeckt“ so Trinity, welcher entgegnet, dass er dies bereits wisse. Das nächste Puzzelteil wird zusammengeflickt. Es ist hier die Rede von einer Verbindung die entdeckt worden ist. Der normale Anschein des ers¬ten Eindrucks ist verflogen. Schließlich folgen ihr die beiden Agenten und sie rettet sich im letzten Moment, durch eine Telefonzelle und löst sich auf. Jetzt kommt der Hauptdarsteller ins Spiel, der einen Hinweis per Computer erhält, er solle dem wei¬ßen Hasen folgen. In einer Diskothek trifft er auf Trinity die ihm eröffnet, dass er in Gefahr sei. Doch er versteht noch nicht richtig. „Ich weiß wieso du hier bist Neo, ich weiß was Du machst, ich weiß wieso du kaum schläfst, warum du alleine wohnst und Nacht für Nacht vor deinem Computer sitzt“. (…) „Du suchst nach einer Antwort“ auf die Frage was die Matrix ist? Dieser Dialog erfüllt eine Doppelfunktion, zum einen wird der nächste wichtige Charakter „Morpheus“ eingeführt. Zum anderen kommt der Begriff der Matrix zum ersten Mal zur Sprache. Der Zuschauer begreift, dass es sich um ein Konstrukt handeln muss, dass irgendwie das Leben des Hauptprotagonisten beeinflusst. In der nächste Szene wird er per Telefon wird er vor den Agenten geret¬tet, indem Morpheus ihm den Weg zeigt. Der überraschte Computerprogrammierer fragt berechtigt „woher wissen sie das“ und auch der Zuschauer bekommt so das nächste Puzzleteil serviert. Es scheint möglich zu sein von außerhalb Dinge zu se¬hen, welche für den Zuschauer zunächst nicht begreiflich sind. Schließlich wird Neo festgenommen und eine Wanze wird ihm eingeflößt. Er erinnert sich am nächsten Tag an nichts mehr. Die Frage wie das möglich ist, ist berechtigt. Bei einem Treffen wird Neo schließlich die Wanze herausgeholt. Er begreift, dass es nicht ein bloßer Traum ist. Er begreift aber noch nicht, dass er manipuliert worden ist. Und zwar des¬halb weil es den Agenten möglich war den Vorgang als „Traum“ zu programmieren. Er trifft in einem alten Gemäuer auf Morpheus der ihn willkommen heißt. „Du fühlst dich (…) sicherlich wie Alice im Wunderland während sie in den Kaninchenbau stürzt. (…) Du siehst aus wie ein Mensch der das was er sieht hinnimmt, weil er damit rech¬net wieder aufzuwachen. Ironischerweise ist das nahe an der Wahrheit. (…) Ich will dir sagen wieso du hier bist. Du bist hier weil du etwas weißt, dass du nicht erklären kannst, aber du fühlst es (…) das mit der Welt etwas nicht stimmt. (…). Weißt du wo¬von ich spreche? Von der Matrix (…) sie ist allgegenwärtig, selbst hier in diesem Zimmer. Es ist eine Scheinwelt die man die vorgaukelt um dich von der Wahrheit ab¬zulenken. Dass Du ein Sklave bist“ (…). Dies ist der entscheidendste und zugleich auch wichtigste Dialog, indem der Charismatische Anführer in futuristischer Kleidung Neo klar macht, warum er so unausgeruht ist. Auch der Zuschauer fühlt sich sicher-lich wie Alice im Wunderland und will weiter in den Kaninchen bau vordringen um noch weiter zu entdecken wie der Film weiter geht. Mit der Erklärung, dass das Le-ben immer weitergeht, solange man aufwacht spricht er von seiner Matrix so als wäre es auch gleichzeitig unsere Welt. Auch wir leben in ihr, ein Gesellschaftliches Kon¬strukt. Und auch wir können uns unbehaglich fühlen, getriebene dieses Systems zu sein. Und auch so mancher fühlt sich sicherlich als Benutzt, wenn er dem Staat so einiges an Geld in den Rachen wirft, aber selbst ein mieses Leben führt. Hier trennt sich der Film von der Realität und wird zur Fiktion. Eine Fiktion die gleichzeitig auch Metapher für unsere Welt sein könnte. Letztlich schluckt Neo die rote Pille und wird in die „tiefsten Tiefen des Kaninchenbaus“ eingeführt.
to be continued
Kritik:
Eigentlich ist die Kritik das falsche Wort, eine kritische Würdigung wäre da schon mehr angebracht. Der Film Matrix ist ein Science Fiction Thriller, der auch heute noch futuristisch wirkt und viele Filme danach beeinflusst hat. Vor allem der erste Teil setzte Maßstäbe. Dies gilt sowohl für die visuellen Effekte als auch für die Kritik an unserer Gesellschaft. Nicht umsonst bemüht der Film viele biblische Anspielungen um so der Story auch eine weitere Dimension zu geben. Das Schiff der Akteure, die Nebukadnezar (Gott Nabu schütze meinen Sohn), als auch die Stadt Zion sind be¬grifflich Biblischen Ursprungs. Wenn man so will, ist Zion der Mittelpunkt der Erde. Und dies nicht nur Geographisch, sondern auch weil alles von dort seinen Ursprung hat. Ferner findet sich im Film eine Anlehnung zur Schöpfungsgeschichte, wie den Architekten als „Gottwesen“ (2. Teil) und Erschaffer der Matrix. In jedem Fall ist der Mix aus Action und Hirnschmalz bewegen sehr gut gelungen, um nicht zu sagen au¬ßergewöhnlich gut. Ein Wehrmutstropfen bleibt jedoch, die schlechten Fortsetzun¬gen. Denn wenn schon Kritik geäußert werden darf, dann an der kommerziellen Ver¬wertbarkeit der folgenden Teile!
Fazit:
Ein Meilenstein der Filmgeschichte!