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Man muss zugeben, "Matrix" war bei Erscheinen wirklich etwas Neuartiges. Schon die Story ist sehr innovativ wie fiktiv und lässt ähnlich wie "Terminator" die Maschinen in der Vormachtstellung. Denn sie haben den Menschen bis auf nur wenige besiegt und legen "Menschenfelder" an, um sie dann zu ernten und Energie aus ihnen zu gewinnen. Die Welt, wie wir sie kennen, wird die Matrix genannt und ist nur eine computergenerierte Scheinwelt, denn in Wirklichkeit liegt man nur im Menschenfeld und dient dabei den Maschinen als Batterie.

So viel Innovation die Story auch zu bieten hat, so ist sie aber auch, wie sich schon erkennen lässt, mindestens genauso kompliziert, sodass sich viele Einzelheiten erst nach mehrmaligem Ansehen erschließen und erkennen lassen. Sicher ist auch, dass diese Art der Science-Fiction nicht jeden Geschmack treffen wird und zugegebenermaßen auch wirklich unrealistisch ist, auch wenn die Thematik interessante, philosophisch angehauchte Dialoge ermöglicht. Außerdem ist mit der Gleichsetzung des Menschen mit dem Virus auch Zivilisationskritik vorhanden.

Sehr kennzeichnend für "Matrix" ist zudem seine Optik, die manchmal in einem leichten Türkiston zu bewundern ist, worauf die Verwendung eines Farbfilters schließen lässt. Das Flair besitzt eine gewisse Eleganz, die später in vielen Zeitlupendarstellungen noch verstärkt wird. Die Special Effects bieten etwas zuvor noch nicht gesehenes, worunter beispielsweise die Bullet Time-Technik fällt, die in einem Standbild 360 Grad-Drehungen ermöglicht. Aber auch Szenen, in denen die Luft so verschwommen wie Wasser dargestellt wird, wirken spektakulär und beeindrucken allemal.

Fazit: Eine bombastische Optik, unterstützt mit passender Musik, macht "Matrix" zu einem einmaligen Filmerlebnis mit guten Darstellern, dass Spannung allerdings ein wenig vernachlässigt. Zudem hält die Story einen sehr komplizierten und verwirrten Tauchgang in eine ganz neue Dimension von Science-Fiction parat, in dem sich nicht jeder wohl fühlen wird.

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