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Thomas Anderson ist ein junger Softwareprogrammierer, der im Großraumbüro einer renommierten Firma arbeitet. So weit, so normal. Aber Anderson führt ein Doppelleben, denn nach Feierabend knackt er als Hacker Neo allerlei Codes und fremde Netzwerke. Neo ist der Allerbeste! Aber Neo ahnt auch, das irgendetwas nicht stimmt, das nichts ist, wie es scheint, das hinter allem eine andere Wahrheit steckt. Deshalb versucht er Kontakt zu Morpheus aufzunehmen, dem Anführer einer rätselhaften Untergrundbewegung, von dem er sich Antworten erhofft. Zunächst aber muss Neo erkennen, dass sich bereits der Geheimdienst für seine Aktivitäten interessiert. Als er in die Fänge des skrupellosen Agenten Smith gerät, wird er von Morpheus und seiner Gruppe befreit. Und endlich bekommt Neo die Antworten, nach denen er schon so lange sucht.

Der Jahrtausendwechsel bracht damals interessante Trilogien zum Vorschein. Peter Jackson ließ die Orks von der Leine und die Wachowski Brüder ließen den alten Kampf der Menschen gegen die Maschinen wiederaufleben. Allerdings mit einem etwas weniger brachialem Ansatz Marke Terminator, sondern man wählte einen doch etwas mehr philosophisch angehauchtem Einstieg.
Hier darf sich nicht nur der junge Neo fragen, was ist real und was eines von den Maschinen vorgegaukeltem Scheinleben. Der Großteil der Menschen lebt bereits unwissend in einem solchen Cybergefängnis und lediglich so etwas wie eine kleine Rebellengruppen (Rebellen sind immer die Guten, kennt man ja aus Star Wars) um den Anführer Neo und dem potentiellen Love Interest Trinity wagen so etwas wie ein Aufmucken und haben auch die Möglichkeit mittels Telefonleitungen in die Matrix ein- und wieder herauszutreten.
Matrix schaffte es damals mit tollen technischen Neuerung wie beispielsweise der 360° oder Bulletcam fantastische Perspektiven auf die Leinwand zu zaubern, aber auch die innovative Story ludt doch viele Menschen ein, sich auch intellektuell mit der Matrix zu befassen. Zwar wird auch hier munter geballert und gekloppt, aber der Film verläßt sich nicht alleine nur darauf. Es wird auch geschickt mit der Manipulation der Menschen, der eigenen Realität oder der Entscheidung selbige doch vielleicht im Sinne der Maschinen aufzugeben und sein gemütliches bisheriges Dasein weiter zu fristen.
Zum großen Kult würde ich das Ganze dann aber nicht gleich ausrufen. Kleinere Längen sind in den zwei Stunden durchaus noch vorhanden. Durch die viele Theorie und das der Zuschauer erst mal kapieren muß, was es mit der Matrix denn überhaupt auf sich hat, wird's stellenweise doch ein wenig dialoglastig. Da hätte Agent Smith sich ruhig noch ein wenig mehr austoben dürfen oder die Nebukadneza mehr Schlachten gegen die fiesen Wächter liefern. Dennoch ein gelungener Einstieg für die Wachowskis.
8/10

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