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Nun, ich bin nicht sehr freigiebig mit meinen 10 Punkten, aber "The Matrix" hat diese allemal verdient. Auch wenn man vielleicht das eine oder andere "bekriteln" könnte - insgesamt ist der erste Matrixfilm genreprägend und für viele andere Filme richtungsweisend gewesen.

Allein die Geschichte überrascht den Zuschauer, der den Plot noch nicht kennt, immer wieder. Wer sind die Personen, die mit dem Computerhacker Thomas Anderson via Internet Kontakt aufnehmen? Und warum nennen diese ihn ständig Neo? Wer ist Morpheus, der Kopf dieser Gruppe, wirklich? Thomas Anderson oder Neo wird immer mehr in einen Strudel von Ereignissen hineingezogen, der ihn an der Realität, wie er sie bisher für wahr gehalten hat, zweifeln lässt. Schließlich erklärt ihm Morpheus bei einem Treffen, dass die Welt, in der er zu leben glaubt, lediglich eine Simulation ist und er in einer von Maschinen generierten Traumwelt, der Matrix, lebt. Er bietet ihm die Befreiung daraus an und stellt ihn vor die Wahl, durch Einnahme einer blauen Pille wieder in sein bisheriges Leben zurückzukehren oder durch Einnahme einer roten Pille die Wahrheit über die Matrix zu erfahren. Neo entscheidet sich für die rote Pille...

Die Geschichte enthält eine Reihe von philosophischen und theologischen Fragestellungen, die den Betrachter auch lange nach Schauen des Films weiter beschäftigen: Wer bin ich? Wo bin ich? Was ist real? Aber auch mit literarischen Anspielungen kann der Film aufwarten. Allen voran hat es "Alice's Adventures in Wonderland" von Lewis Carroll den Wachowski-Brüdern angetan. Auf dieses phantasievolle Kinderbuch wird in vielen Szenen verwiesen, was dem kundigen Zuschauer zusätzlich erfreut.

Die Schauspieler agieren - auch aufgrund des gelungenen Drehbuchs - hervorragend. Sei es Keanu Reeves als Neo oder Laurence Fishburne als Morpheus. Auch der Antagonist Agent Smith ist mit Hugo Weaving perfekt besetzt.

Wirklich grandios sind die für die Entstehungszeit des Films bahnbrechenden Actionszenen und Tricks. So gibt es aufwendig choreographierte Kampfszenen, meist im Martial Arts Stil. Neu und im Prinzip mit diesem Film bekannt geworden ist der "Bullet-Time-Effekt", ein spezielles Verfahren der Zeitlupenfotografie, welches in Matrix mithilfe von 122 Spiegelreflex- und 2 Filmkameras realisiert wurde.

Auch beim wiederholten Anschauen, macht der Film nicht nur Spaß, man entdeckt auch immer noch neue Aspekte, die einem zuvor entgangen waren.

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