Es fällt mir nicht leicht „Faces of Gore“ zu bewerten, da ich dieses in zwei Kategorien machen muss. Zum einen die Härte und die Wirkung der ausschließlich realen gezeigten Szenen auf den Zuschauer zum anderen die Aufmachung und die Inszenierung als solches, bzw. den Unterhaltungswert.
Zum ersten Punkt kann ich nur sagen, die hier gezeigten Szenen sind wirklich extrem hart und nur schwer zu verdauen. Die Kamera wird Minuten lang auf die Opfer gehalten und kein noch so abartiges detail ausgelassen. Zusätzlich muss man dann noch recht dümmliche Kommentare von Tod Tjersland und die nachträglich eingefügten Knackgeräusche ertragen. Das diese
Bilder schockieren und, dass man sie nicht so leicht wieder aus seinem Kopf herausbekommt steht wohl außer Frage, aber eine seriöse Dokumentation ist das auf keinen Fall. Allein diese total dämliche Musik und die Tatsache, dass angeblich alle der gezeigten Szenen sich in Japan ereignet haben ist mehr als lächerlich, da die Menschen alle unterschiedlich aussehen und das Umfeld niemals Japan entspricht. Am meisten hat mich jedoch dieser langhaarige Hanswurst, namens Dr. Vincent van Gore, der durch den Film führt, und dabei nur gequirlte Scheiße redet, aufgeregt.
Einen Unterhaltungswert hat dieser Mondo jedoch nicht, da das Gezeigte schnell langweilig wird und man zudem durch die zu Anfangs extremen Szenen abstumpft.
Fazit: Alles in Allem wirklich schockierender Film, der wohl niemanden kalt lassen wird.
Allerdings ist das Gezeigte extrem menschenverachtend und hat keinen Unterhaltungswert, außerdem sollte man es nicht gutheißen mit dem Schicksal anderer Menschen auf diese Weise Geld zu machen. Die 4 Punkte vergebe ich nur aufgrund der wirklich schockierenden Bilder. Der Film als ganzes hätte jedoch gerade mal einen Punkt verdient. (4/10)