Im Film werden verschiedene Zusammenschnitte realer Toter gezeigt, die aufgrund von Selbstmorden, Morden oder Verkehrsunfällen verstarben.
Gelegentlich versterben auch jüngere Menschen, unter Anderem durch Verkehrsunfälle. Wer rast, keinen Helm trägt und seinen Gurt nicht anlegt, hat im Ernstfall weniger Überlebenschancen, aber auch so kommt es immer mal wieder zu Tragödien. Selbstmorde stehen weltweit an der Tagesordnung und sind meist unsinnig und überflüssig, genauso, wie Fälle von Mord und Totschlag.
Und mehr wissenschaftliche Erkenntnisse hat diese Pseudo-Doku nicht zu bieten, die mit einem hohen Maß an Dreistigkeit vorgibt, lediglich über den Tod aufklären zu wollen, aber wohl niemandem etwas neues zu Erzählen hat, der das zehnte Lebensjahr überschritten hat und jeder der Jünger ist, täte gut daran, um "Faces of Gore" einen weiten Bogen zu machen.
Und damit ist der Film im Grunde vollkommen überflüssig. Zur weiteren Umsetzung gibt es auch wenig zu sagen, so sind hier lediglich diverse Polizei- oder Rettungsdienstaufnahmen zusammengeschustert und werden von einem Erzähler erläutert, der es nicht müde wird, immer wieder zu betonen, dass ein Fall tragischer ist als der andere, was angesichts der expliziten Darstellung der Toten, die damit jede Würde verlieren, wenig glaubhaft erscheint. Unterbrochen wird das Ganze von (Dr.) Vincent van Gore, der auch nichts Interessantes zu erzählen weiß und untermalt von auf Dauer nerviger Horror- und Spannungsmusik sowie künstlich eingefügten Geräuschen, die "Faces of Gore" noch widerwärtiger gestalten, als er sowieso schon ist. Ansonsten ist im Grunde überhaupt keine nennenswerte Inszenierung vorhanden.
Damit bleiben einzig und allein Blut, Gedärme und Gehirnfetzen, die zum reinen Selbstzweck aufgetischt werden und dabei handelt es sich im Grunde schon um eine Dreistigkeit. Manche Szenen sind nahezu unerträglich widerwärtig, man sieht, wie Helfer Gehirne von der Straße kratzen, aufgeschlitzte und aufgedunsene Leichen verpacken, während witzigerweise sämtliche Genitalien der Leichen mit schwarzen Balken unkenntlich gemacht sind, um den Zuschauern diesen Anblick zu ersparen. Diese Tatsache steht praktisch sinnbildlich für diese gesamte abartige Mogelpackung, die vollkommen zu recht indiziert ist und beschlagnahmt wurde, da sie so ziemlich jeden ethisch/moralischen Rahmen sprengt.
Fazit:
Ohne mich als Gralshüter von Ethik und Moral aufspielen zu wollen, sei doch gesagt, dass es sich bei dieser Mogelpackung um eine abartige Anhäufung der widerwärtigsten Videos handelt, die man so aneinanderreihen kann, dass die Darstellung von Blut, Hirn und Gedärmen eindeutig zum Selbstzweck verkommt und wirklich jeder einen weiten Bogen um diesen (und anders lässt es sich wirklich nicht ausdrücken) durch und durch perversen Scheißdreck machen sollte. Und bevor ich's vergesse: Unterhaltsam ist das Ganze auch zu keinem Zeitpunkt und auf Dauer ungeheuer redundant.
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