Durch viele Reviews wurde mein Interesse geweckt und ich wollte diese "Dokumentation" zumindest gesehen haben. Ich bin der Meinung, dass in jedem Menschen ein gewisses Maß an Voyeurismus und Blutrünstigkeit steckt. Ich glaube nicht, dass man sich dafür schämen muss, auch wenn einem dies ständig von angeblichen Moralaposteln vorgehalten wird. Vorverurteilungen seitens religiöser Menschen weise ich auch zurück, da Menschen im Namen der Religion in Sachen Folter, Mord und Totschlag (angebliche Hexen, Ketzer, etc.) an menschenverachtender Brutalität schon immer die "Hitlisten" anführten.
Die Bilder, die man zu sehen bekommt, sind alle schockierend und damit wären die oben genannte Punkte Voyeurismus und Blutrünstigkeit auch voll bedient.
Womit ich aber überhaupt leben kann, ist die Aufmachung bzw. die Präsentation. Angefangen von "Vincent van Gore" mit seinen Pseudowahrheiten über das Phänomen des Todes, über die Gliederung, bis zu den widerwärtigen Kommentaren zu den Toten selbst.
Alleine der Kommentar, dass keine Szene ohne die Aufnahme der Brüste des Opfers komplett sei, ist zutiefst menschenverachtend. Doch die Aussage, dass ein Pathologe an einem weiblichen Opfer in einer weiteren Szene seine nekrophilen Phantasien nicht ausleben könnte, da sie Quetschungen und angeblich ihre Menstruation im Moment des Todes hatte, ist.. Das ist echt das Allerletzte.
Ich vertrete eigentlich die Meinung, dass man sich über das, was man hasst oder kritisiert, auch informieren muss um eine annähernd objektive Beurteilung zu erlangen.
Hier hätte ich darauf verzichten können.
Wenn die Rüstungsindustrie ihr Geld mit Blut macht, dann sollte man Menschen, wie Todd Tjersland?, nicht dabei unterstützen mit den Resultaten auch noch ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.