Review

Ein halbes Leben schildert Szenen in einem über 20jährigen Zeitraum. Am Anfang steht ein entsetzliches Verbrechen.
Auf der einen Seite entwickelt sich die Geschichte des verzweifelten Vaters, dessen Tochter nach einer Vergewaltigung durch einen Triebtäter ermordet wurde. Auf der anderen Seite wird dem Zuschauer der Triebtäter und dessen Leben nähergebracht.
Die Storyline bleibt bis zum Schluss spannend und schlüssig. Die emotionale Seite der tragischen Geschichte wird breitseitig präsentiert. Die Verzweiflung beider Männer ist förmlich spürbar dargestellt.

Keine leichte Kost - aber ein sehenswerter Film, der sehr zum Nachdenken anregt. Der Kreislauf von Schuld und Sühne wird plastisch und dramatisch geschildert. Der Film provoziert mit einem sehr unbequemen Thema und lässt den Zuschauer absichtlich oft mit zweideutigen Gefühlen zurück.
Kein Mainstream - glücklicherweise professionell umgesetzt, gespielt und inszeniert. Hier wird Heikles sichtbar gemacht und in ein Licht gerückt, das weh tut.

Details
Ähnliche Filme