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Ein frühes Plädoyer für mehr Toleranz, aber leider in Gestalt eines schnarchigen Arthouse Movie. Das gemischtrassige Pärchen wirkt wie narkotisiert, wenn es nicht gerade an heftigen Lach-Flashes leidet, doch eine echte Chemie ist da niemals erkennbar. Und mit dem Beziehen einer Position ist das auch so eine Sache: Es kommen so dermaßen viele Rassisten im Film zu Wort und äußern sich - im Frankreich der 1960er wohlgemerkt! - in einem Jargon, der fast nicht mehr von dem der Nationalsozialisten in Deutschland zu unterscheiden ist. Geht also fast nach hinten los! Wie es dem Kind nach der Geburt ergeht und welche Erfahrungen es in der sich rasend schnell verändernden Gesellschaft sammelt, das wird uns komplett vorenthalten, obwohl es viel interessanter gewesen wäre als das ausgiebige Rumturteln der Eltern im Stadtpark und deren Besuch einer Kirmes.