Zur Zeit gibt es einige Filme die in die Hitcher-Horror-Torture Porn-Highway Thriller Kerbe treten. "Joy Ride 2 -Dead Ahead" ist einer davon, der optisch und handwerklich erfreulicherweise auf höherem Niveau angesiedelt ist. Tendierte der erste Teil mehr in Richtung Thriller, geht Teil 2 klar in den Bereich Horror-Thriller.
Kayla, ihre Schwester Melissa und ihre Freunde Bobby und Nick stranden wegen einer Autopanne mitten in der Wüste. Ihre Suche nach einer Telefonzelle führt die vier in ein abgelegenes, scheinbar unbewohntes Haus. Hilfe finden sie dort nicht, nur ein altes Auto, mit dem sie die Reise fortsetzen. Ein fataler Fehler, denn das Auto gehört dem sadistischen, mordlustigen Trucker "Rusty Nail", der sie verfolgt, um sich auf brutale Weise für den Diebstahl zu rächen.
Das ganze Treiben ist recht spannend und actiongeladen in Szene gesetzt. Längen gibt es keine, stattdessen wird man solide und kurzweilig unterhalten. Auch kommt der schon genannte und im Moment so populäre Torture Porn zum Einsatz. Im Stil von Saw und Hostel wird sogar etwas gefoltert und gequält. Die Szenen sind aber nicht häufig und auch nicht zu explizit. Dennoch sind sie handwerklich gut und es wird weitestgehend auf CGI verzichtet. Das bringt einige Pluspunkte. Selbige konnte das ähnlich gelagerte Werk "Rise of Reeker" nicht einmal ansatzweise für sich verbuchen. Da wurde ausschließlich mit dem Computer gearbeitet. Die Resonanzen der Fans bestätigten dies dann auch deutlich.
Alles in allem ist "Joy Ride 2" ein passabler Horrorfilm, der zwar wenig innovativ ist und auch ein paar Ungereimtheiten aufweist wie zum Beispiel das Ende, dennoch fühlte ich mich überdurchschnittlich gut unterhalten. Mir hat er besser wie der erste Teil gefallen und daher kann ich ihn uneingeschränkt denen empfehlen, die sich bei Filmen wie "The Hitcher" oder "Rest Stop" begeistern konnten!
7/10