Review

Die Kritik beruht auf der ungeschnittenen Verleih-DVD von 20th Century Fox!

Er ist wieder da! Böser, fieser und härter als jemals zuvor: der psychopathische Trucker "Rostiger Nagel" hat wieder neue Opfer gefunden, und er treibt seine perfiden Spiele auf die Spitze.

Wer trotz des FSK-Siegels "Keine Jugendfreigabe" im Vergleich zum ersten Teil einen bluttriefenden Schocker erwartet, der wird über weite Strecken enttäuscht werden.
Wie das Original bezieht die Fortsetzung seinen Unterhaltungswert aus einem sadistischen Katz- und Mausspiel zwischen dem Peiniger und seinen ihm hilflos ausgelieferten Opfern, bis er den Bogen überspannt und das obligatorische Survival-Girl zum Gegenangriff übergeht.

Dabei entpuppt sich "Joyride II" schnell zu einer PS-starken Variante von "SAW" auf dem Highway, denn wieder einmal erweist sich "Rostiger Nagel" als Spielverderber der Streiche von Teenagern, die gerne ihre Späße auf Kosten anderer machen. Doch wenn ihm jemand sein Eigentum nimmt, zeigt "Rostiger Nagel" dem Dieb seine Grenzen auf und schreitet zur pädogogisch nicht wertvollen Bestrafungsaktion. Doch während der Jigsaw-Killer seinen Opfern durch seine Spiele  nicht nur ihre Grenze aufzeigen und sie dazu bringen will, ihr eigenes Leben und das ihrer Mitmenschen zu schätzen, spielt "Rostiger Nagel" nicht nur um zu strafen, sondern um seine perversen Triebe auszuleben.
Dabei geht er diesmal anfangs nur psychisch, später auch physisch seinen Opfern bis an die Grenzen der Belastbarkeit. Trotz Foltereinlage und einem gephälten Kopf halten sich blutige Exzesse im Hintergrund, vielmehr lebt der Thriller von seiner atemberaubenden Spannung, wobei die Spannungsschraube im Vergleich zum Original noch ordentlich angezogen worden ist.

Klar, dass die Handlung des Films nicht neu erfunden und sämtliche Ideen und die Charaktere aus dem Satzbaukasten für Slasher entnommen wurden - wen interessiert das? Filme sind nun einmal nach einem bestimmten Muster aufgebaut und Klischees lassen sich nicht vermeiden. Wenn es kein Funkloch geben würde, könnte auch sofort die Polizei gerufen werden, mit dem Ergebnis, dass der Film nach 30 Minuten enden würde.

Stattdessen sollte man die Klischees und die Handlung so nehmen wie sie sind und im Gegenzug einen spannenden Thriller geniessen mit einem Ende, das Hoffnung auf Teil 3 macht.

In diesem Sinne 8 von 10 rostigen Nägeln.

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