Sie haben einfach etwas! Die kleinen, aber feinen, unauffälligen Thriller für zwischendurch. Ohne große Stars und großes Tham Tham können sie fast ausschließlich mit ihrem hohen Spannungsgrad überzeugen. Und "The Deep End" ist einer dieser Filme.
"The Deep End" ist ein wunderschön photographierter, spannender kleiner Thriller, mit einer unglaublich guten Hauptdarstellerin. Die Story selbst ist zwar etwas zäh (Mutter versteckt gefundene Leiche und wird plötzlich bedroht) kann aber trotzdem überzeugen!
Vor allem die Spannungsschraube wird, wie es sich gehört, ordentlich, Umdrehung für Umdrehung, immer fester gedreht, um dann am Ende für offenstehende Augen zu sorgen. Zwar fällt die Auflösung des Ganzen dann insgesamt etwas enttäuschend aus, aber nun gut. Schweißperlen dürften trotzdem aus den Poren rinnen.
Unter visuellen Gesichtspunkten kann der Film ebenfalls gefallen! Die ausgewählten. trüben Locations unterstreichen die flaue, durch den ganzen Film gezogene, Stimmung und können für gute und knisternde Atmosphäre sorgen!
Und auch Hauptdarstellerin Tilda Swinton bringt ihre Sache zum Gelingen des Films ein. Unglaublich gut verkörpert sie die unsichere, manchmal sich zerreisen wollende Mutter, die durch eine dumme Idee, in arge Bedrängnis gerät. Glaubwürdig und realistisch rübergebracht kann Swinton wirklich überzeugen!
Fazit: Kleiner, feiner, spannender Thriller für zwischendurch, der vor allem durch seine gut ausgewählten Hintergründe gefallen mag und durch Tilda Swinton One-(Wo)Man-Show kräftig gewürzt wird. Durch das schwache Ende und die zwar gute aber manchmal trotzdem durchhängende Handlung, büßt der Film aber ein paar Punkte ein. Insgesamt aber trotzdem empfehlenswert!
Wertung: 7/10