Review

Irgendwie ein sehr schwer zu beschreibender Streifen im Sinne (meiner) einer richtigen Einstellung...

Auf der einen Seite mag ich LEXI ALEXANDERs wahrlich kompromisslosen Beitrag zum PUNISHER-Franchise, auf der anderen Seite hingegen, ist mir der Film irgendwie "unsymphatisch".



Vorab- Hier als VIDEO- REVIEW ;=)

Folge 154 : PUNISHER WARZONE (2008)

https://youtu.be/dI5cRh8cu-o?si=gkj24ZvYwTZgMb5M


WEITER IM TEXT ;) 


Im Grossen und Ganzen als Flop tituliert, findet man hier eigentlich alles an Zutaten, die den Film zu einem waschechten PUNISHER-Erlebnis macht.

Der Film geizt nicht mir Härte, hat mit Ray Stevenson einen (imo) äusserlich sehr passenden Hauptcast gefunden und punktet (zudem) besonders im Bad-Guy-Segment mit zwei überaus fiesen Gesellen.

Das Make-Up und der von Domic West verkörperte "Jigsaw" ist klasse interpretiert und lässt einen wirklich widerwärtigen Typus auf seine Zuschauer los.

Hatte irgendwas von Gary Oldmans entstelltem Charakter aus "Hannibal".

Dem in fast nichts nachstehend ist Doug Hutchisons Verkörperung von "Jigsaws" Bruder. Wie gesagt, zwei wirkliche (verdiente) Bad Guys !



Ich habe den Film das letzte Mal zur VÖ-Zeit gesehen und war damals schon (irgendwie) unentschlossen.

Das ALLES hat sich bei gestriger Ansicht abermals bestätigt.



Frank Castle/PUNISHER (Ray Stevenson) hat sich gerade an einer Mafia-Familie ausgetobt und jagt Russoti (Dominic West), einem ranghohem Gangster hinterher.

Dem Punisher gelingt es Russoti schwer zu verletzen, verpasst es aber diesen letztendlich zu töten.

Dieser sinnt nun schwer entstellt und folglich als JIGSAW betitelt, nach blutiger Rache.



Ich liebe (Traumata meiner Jugend) den Lundgren-Punisher, und bin fast selber Meinung im Bezug auf den 2004er mit Thomas Jane. Wobei der bei letzter Sichtung schon ARG LANG war, Haha.

Auch Jon Bernthal im Serienformat liegt mir (zu grossen, nicht allen Teilen) am Herzen.

Und JA (!) alle drei haben (sicher) hier und da ihre Vor- wie auch Nachteile. Doch- und das unterscheidet sie eben im Vergleich zu Ray Stevenson (hier), ich konnte sowohl mit Lundgren und Jane sowie Bernthal (hier sehr intensiv), eine filmübertragende Verbindung aufbauen. Es hat mich irgendein Aspekt sofort gepackt, was mir bei Stevenson und seiner Darstellung (warum auch immer) nicht wirklich gelingen wollte.

Obgleich vieler negativen Bewertungen, geniesst der Film, insb. die Darstellung von Ray Stevenson bei vielen einen sehr hohen Rang.

Ich bin mit den Comics nicht bewandert, aber "etliche" atestieren ihm hier den detailgetreusten Zugang zur dargestellten Figur.

Nun gut, seis drum- Da mich diese Federführung (mangels Unwissenheit) nicht beeinflusst, bleibt Gesehenes als das festzuhalten was es ist bzw. wie es auf mich wirkt.

Und ja- Stevenson ist cool, hart wie Asphalt und jup- auch Seagal würde sich wohl an seiner Unterlippe die Speckfäuste blutig schlagen... ABER...

UND SO IST ES NUNMAL - ich wurde hier (darstellerbezogen) nicht wirklich "abgeholt".



Dazu noch der "dümmliche" friendly Cast um Wayne Knight (zu wenig Screentime um im Finale so dramatisch dargestellt zu werden), Colin Salmon (lame aka Guilty Pleasure) und (ganz besonders genervt hat...) Dash Mihok, insbesondere diese/dessen geradezu dümmliche Endszene (vor den End-Credits)... Was n Kappes.

Nein, das alles war für die kürze der Zeit einfach "schlecht" eingearbeitet, bzw. hätte man darauf lieber verzichten sollen um sich dem (kleinen) Kern der Story mehr zu widmen.

Hier wäre man besser gefahren MEHR aus der Geschichte um Julie Benz (getöteter Eheman) zu holen. Hätte in diesem Bezug Ray Stevenson noch ein paar schauspielerische Schippen/Szenen "mehr" draufgelegt, hätte man (ich) ihm definitiv ne Menge verziehn´.



Im Bezug auf die (relativ günstige) Inszenierung, kann ich (technisch) hingegen NUR Lob aussprechen.

Die Krawall-Front, wechselnden Settings, Sound, Kamere, Schnitt etc. sind klasse.

Die Action fühlt sich roh, hart und absolut "werkstreu" an. Es gibt eine Menge Blut, etliche "handgemachte" Effekte- Viele gute Shootouts (letztes Drittel- TOP), als auch sehr annehmbare CGI-Squips (ganz selten das ich das mal tippe). Nein, also hier punktet der Streifen (technisch) absolut...

Mich hat es gestern wirklich in den Sessel gedrückt und ja, ich hatte definitiv ein Dauergrinsen im Gesicht während die Wände (bedrohlich) "wackelten".



Der besagte Etagen-Shootout gen Ende ist (wenn auch ab und an etwas dunkel veranlagt) perfekt cheografiert und suhlt sich geradezu in triefender Brutalität, die (klar) sehr selbstzeckhaft inszeniert wurde, aber eben GENAU das unterstreicht, was den PUNISHER (das Franchise allgemein) ausmacht.

Auch die Kameraarbeit (ich wiederhole) ist hier über alle Zweifel erhaben. Sehr schön anzusehen... 



Diese Art von Action ist (gerade in neueren Produktionen) verdammt selten geworden und in diesem Bezug finde ich es (wirklich) schade das der Film so gross gefloppt ist.

Die Schnitttechnik und die damit zusammenhängende/geschaffene Bilddynamik ist mehr als bemerkenswert und ja definitiv eine Form von (beachtenswerter) Kunst, die nicht jeder Action-Blockbuster aus Hollywood beherrscht/mitbringt.

Lexi Alexander (Hooligans) hat hier eine saftige Schlachtplatte hingelegt, die genau diese Attribute in Filmform spiegelt.

Viel Fleisch, triefendes Fett, ein sattmachendes Erlebnis- Aber eben doch etwas anderes als ein gepflegter Retaurant-Besuch unter (für sich) schönsten Bedingungen.

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