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Nach dem Tod des jungen Marine Santiago auf dem Stützpunkt Guantanamo Bay werden zwei seiner Kameraden des Mordes an ihm beschuldigt.

Die jungen Militäranwälte Kaffee und Galloway übernehmen die Verteidigung der beiden und sind fest davon überzeugt, dass sie auf Befehl von oben agiert haben. Womit sie potentiell in ein Wespennest stechen.

Eine Frage der Ehre gilt als absoluter Klassiker nicht nur der Gerichtsfilme, allein schon aufgrund z.B. der legendären, klimaktischen "You can't handle the truth"-Rede von Jack Nicholson. Allerdings wäre es falsch, den Film nur darauf zu reduzieren.

Insgesamt erzählt der Film eine spannende und tragische Geschichte als Gerichtsthriller, die auch Fragen zum Thema Militär, Befehlsgewalt und Schuld aufwirft, ohne dabei zu sehr zu moralisieren oder den Fokus als Spannungskino zu verlieren.

Getragen wird das Geschehen dann auch vor allem von zwei Dingen. Erstens ist da das Drehbuch von Sorkin, der es versteht Stück für Stück die Spannung anzuziehen, dabei auf platte Schauwerte zu verzichten und mit pointierten und bissigen Dialogen, insbesondere halt auch dem "finalen Rededuell" zwischen Cruise und Nicholson, zu glänzen.

Zweitens ist der, bis in kleinere Nebenrollen, starbesetzte Cast mit unter anderem Tom Cruise, Jack Nicholson, Demi Moore, Kevin Bacon, Kiefer Sutherland, Kevin Pollak und etlichen weiteren wirklich sehr gut aufgelegt. Gerade Cruise als junger Anwalt und Nicholson als Colonel sind absolut spitze und beweisen, weshalb sie solche Stars sind. Vor allem Nicholson braucht nur wenige Szenen, um sich ins Gedächtnis der Zuschauer zu brennen.

Kurzum:

Spannender Gerichts-/Militärthriller mit erstklassigen Darstellern, pointierten Dialogen und einigen Szenen für die Ewigkeit.

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