Dieser rundum geniale Ensemle-Film brachte Regisseur P.T. Anderson den grossen Durchbruch. Nach dem zwar gelungenen aber nicht sensationellen Debüt "Last Exit Reno" setzte er kräftig nach, was die erzählerische und handwerkliche Raffinesse angeht. Mark Wahlberg beweist in der Rolle des Dirk Diggler erstaunlich viel Talent, was ihm bis dahin wohl kaum einer zugetraut hätte. Juliannne Moore, John C. Reilley und William H. Macy sind auch Oberklasse und passen wunderbar zusammen, weshalb Anderson sie wohl auch in "Magnolia" wieder besetzte. Burt Reynolds, in seiner Comeback Rolle, übertrifft sich ebenfalls als Dirk's Mentor und Ersatz-Vaterfigur. Unverständlich dass Reynolds einmal geäussert haben soll, Boogie Nights nie gemocht zu haben. Heather Graham als "Rollergirl" ebenfalls eine Entdeckung seinerzeit. Der Film basiert übrigens lose auf dem Leben der Porno-Legende John Holmes.
Wie auch immer. Eins steht fest : Dieses sehr empfehlenswerte 2,5 Stunden Film-Drama ist keine Sekunde langweilig und ein perfektes Sittengemälde des Porno-Milleu der bunten 70er (handlungsmässig). Selten wurde eine Ära und ein Milleu so authentisch und gleichtzeizig mitreissend inszeniert.. Ganz sichere 10 out of 10 für dieses Meisterwerk