Der ehemalige Marine Mike Riggins hält sich im Ostblock mit Waffenschmuggel über Wasser, bis er nach einem schief gelaufenen Deal im Gefängnis landet. Seine Chancen, dort je lebendig rauszukommen, tendieren gegen Null. Doch eines Tages erhält er überraschend Besuch eines U.S.-Botschafters, der ihm ein Angebot unterbreitet. Sollte es Mike gelingen, die gekidnappte Amerikanerin Ana Gale zu befreien, ist er ein freier Mann. Mike willigt ein, ohne seinen Gegner zu kennen. Anas Entführer ist kein Geringerer als der grausame General Vlado, der sich mit seiner gigantischen, bis an die Zähne bewaffneten Armee am schwarzen Meer verschanzt hat.
Zwischen seinen eigenen Regiearbeiten nimmt Dolph Lundgren auch gerne mal wieder Auftragsarbeiten bei Nu Image an. In Direct Contact geht er quasi zurück zu seinen Wurzeln und liefert einen reinrassigen Actionfilm ohne viel Brimborium ab, sieht man mal von der mal wieder aufgesetzt wirkenden Love Story mit seiner Schutzbefohlenen Ana ab, die aber glücklicherweise wenig Raum in Anspruch nimmt und in unrealistischer Rekordzeit zwischen Backpfeifen und unsterblicher Verliebtheit innerhalb kürzester Zeit stattfindet.
Auf die Story sollte man nicht großartig achten, hat von den Filmmachern schließlich auch keiner getan. Diese strotz dann auch dementsprechen von Logikfehlern, Continue Goofs oder schlichten physikalischen Unmöglichkeiten, das es nur so scheppert. Aber egal, wir wollten einen Actionfilm mit ordentlich Bums in der Hütte und genau dieses bekommen wir geboten. Freunde des gepflegten sich gegenseitig totschießen können hier bedenkenlos zugreifen. Danny Lerner spielt die komplette B-Action Partitur herunter, die Handlung ist eher schmückende Nebensache, ansonsten wird munter geballert, gekloppt, per Auto und Motorrad gejagt und natürlich explodiert so ziemlich alles was nicht gerade am Drehort in Osteuropa unter Denkmalschutz steht.
Lundgren ist dabei immer noch physisch top in Form, allerdings wirken seine Faustkämpfe sehr schwerfällig choreographiert, blutig zwar wie alles andere hier auch, aber ein dynamsicher Fight sieht sicher anders aus. Die Darsteller kann man insgesamt ruhig durchwinken, niemand erwartet hier eine Oscar-Vorstellung. Für das begrenzte Budget kann man Direct Contact wenig vorwerfen (von den gewohnten Footage Räubereien mal abgesehen). Der Film will anspruchslos mit schnellem Tempo und Action unterhalten und das tut er soweit ordentlich.
6/10