Die beiden New Yorker Cops „Rooster“ (Al Pacino) und „Turk“ (Robert De Niro) sind langjährige Partner. Einer ihrer letzten Fälle soll die Aufklärung des Mordes an einem Zuhälter sein. Dummerweise wird bei dem Toten ein Gedicht gefunden, daß die beiden an einen früheren, aber eigentlich abgeschlossenen Fall erinnert.Handelt es sich beim aktuellen Killer um dieselbe Person, die den früheren Mord beging?Sitzt etwa ein Unschuldiger seit Jahren wegen des damaligen Mordes hinter Gittern?
Im Grunde genommen ist die Handlung von Jon Avnet`s Film nicht gerade neu, Stories wie diese wurde bereits x-fach gut und auch weniger gut verfilmt. Was der eigentliche Reiz ist, sich vielleicht diesen Streifen anzuschauen ist natürlich seine Besetzung! De Niro und Pacino! Lange mussten wir auf ein erneutes Leinwand-Zusammentreffen der beiden Hollywood-Giganten warten.Nach dem fast schon genialen „Heat“ von Michael Mann hat es nun 13 Jahre gedauert bis De Niro und Pacino wieder zusammen auf der Leinwand zu sehen sind. Meine Vorfreude war deswegen schon mal riesig. Allerdings war mir auch klar, daß um das „Heat-Erlebnis“ wiederholen zu können mehr notwendig sein würde als nur diese zwei Top-Akteure zu präsentieren.
Zuerst wird mal eine gute Handlung benötigt. Auf die bin ich schon kurz eingegangen, muß aber sagen, daß es auch noch einige handlungstechnische Nebenstränge gibt, die allerdings nicht wirklich wichtig sind. Allerdings ist es schon auffallend, wie schlampig und geradezu lieblos damit umgegangen wird. Alleine daran kann man schon sehen, wo dieses Drehbuch qualitativ angesiedelt ist.Auffallend ist auch, daß das Script nicht sehr raffiniert aufgebaut ist – mir war schon nach knapp der halben Spielzeit klar, wer der Mörder ist! Hätte man hier etwas mehr Action eingebaut und auf den Schnickschnack mit den Psychologen-Sitzungen verzichtet wäre ich wahrscheinlich auch nicht daraufgekommen, aber auch hier sieht man was Qualität ist und was nicht.Von irgendeiner Art tieferer Charakterzeichnung seitens der Hauptcharaktere bzw. sogar der Nebenfiguren will ich hier gar nicht reden.
Natürlich wichtig – die Hautdarsteller! De Niro und Pacino sind für mich zumindest Selbstläufer! Zwar absolut gut wie immer, aber eben auf einem hier storytechnisch deutlich niedrigeren Niveau als oftmals früher. Absolut schade, daß Hollywood für zwei solche Könner kein besseres Script zustande bekommt!!!!
Eine weitere wichtige Zutat für einen guten Film sind – gute Nebendarsteller! Hier wird den Namen nach ordentlich geklotzt. Da wären Bryan Dennehy, John Leguizamo, Donnie Wahlberg und als Zugeständnis ans Jungvolk der Rapper 50 Cent zu nennen. Ausserdem spielt noch die mir zumindest unbekannte Carla Gugino als Forensikerin bzw. De Niro`s Geliebte mit.Leider gibt aber den genannten Personen das durchschnittliche Drehbuch kaum Gelegenheit sich zu profilieren, und so werden die prominenten Gesichter halt einfach stur abgefilmt bzw. teilweise glatt unter Wert verkauft oder auch schlichtweg verschenkt.
Ebenfalls wichtig – eine Regie, die dem Film einen eigenen Stempel aufdrücken kann.Tja, Jon Avnet!?? Wer ist das überhaupt? Nach etwas Recherche ist der Mann nicht gerade ein unbeschriebenes Blatt, aber sicherlich kein Top-Kandidat für die Regie eines Krimis oder auch Thrillers. Daher wundert es mich auch nicht, daß hier nur ein gerade mal passabler Durchschnitts-Streifen zustande kam, den jeder x-beliebige Videoclip-Regisseur mindestens genausogut hingekriegt hätte.
Fazit: „Righteous Kill“ kann man sich anschauen, ist allerdings auch nicht schlimm ihn nicht gesehen zu haben. Für De Niro und Pacino-Fans zwar ein klares Muß, aber auf einem deutlich niedrigeren qualitativen Level angesiedelt als eben „Heat“.