Review

An den Kinokassen war "Jumanji" mit Einnahmen von weltweit über 250 Mio. $ ein Riesenerfolg, was wohl auf die interessante Story, die für die damaligen Verhältnisse tollen Effekte und Robin Williams zurückzuführen ist.

Die Story ist recht einfach und auch für jüngere Zuschauer verständlich, aber trotzdem interessant und innovativ:
Als die Geschwister Alan und Sarah im Jahre 1969 das Brettspiel "Jumanji" finden und dieses auch spielen, wird Alan aufgrund eines Fehlwurfes in das Spiel eingesogen. Er wird erst wieder auf die Welt zurückkehren, wenn jemand bei diesem Spiel eine "Fünf" oder "Acht" würfelt.
An dieser Stelle besitzt der Film seine größte Logikschwäche, denn Sarah hätte ihn möglicherweise befreien können, indem sie weitergespielt hätte, tat das aber nicht, weil sie so geschockt war und von allen für verrückt erklärt wurde - für mich eine etwas dürftige Erklärung...
So wird Alan erst 26 Jahre später als Erwachsener befreit, nachdem das Spiel erneut von zwei Kindern gefunden und ausprobiert wurde.
Doch das Spiel bringt weiterhin Probleme mit sich, weil jeder Zug eines Spielers etwas an der Realität verändert, so werden die Hauptdarsteller z.B. durch Affen, Elefanten oder auch einen Jäger bedroht.
Diese Gefahren können nur beseitigt werden, wenn das Spiel zu Ende gespielt wird, doch das erweist sich als eine ziemlich schwierige Angelegenheit...
Die originelle Story ist ganz klar ein großer Pluspunkt des Films, denn sie ist interessant und bietet genügend Spielraum für Überraschungen; dementsprechend ist der Film auch unberechenbar und bleibt so durchaus spannend. Auch das Tempo wird im Film ziemlich gelungen hoch gehalten, Längen gibt es hier eigentlich nicht.
Durchaus gut sind auch die schauspielerischen Leistungen, allen voran überzeugt dabei Robin Williams als Alan Perish.

Enttäuschend sind heutzutage allerdings die CGI-Effekte, die wirklich überdeutlich als solche erkennbar sind und die Tiere alles andere als bedrohlich wirken lassen.
Auch das für einen Familienfilm obligatorische Happy-End stört ein bischen, weil es doch ein wenig zu plakativ ist, aber das gehört halt bei solch einem Film dazu.
Übrigens wird mit der Schlußeinstellung auch schon ein Nachfolger angekündigt, wobei das für mich sehr stark nach einer Kopie des ersten Teils riecht...

Alles in allem ist "Jumanji" ein unterhaltsames und temporeiches Fantasy-Abenteuer, dessen CGI-Effekte 1995 noch überzeugen konnten, heutzutage aber deutlich erkennbar und ziemlich veraltet sind.
Meine Wertung: 6,5/10 Punkte.

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